Bollmann: Erfolg Österreichs bei der Verteilung der EU-Fördermittel zum Ausbau der transeuropäischen Netze

TEN-Realisierung stärkt nicht nur den Wirtschaftsstandort Österreich, sondern auch den Wirtschaftsstandort Europäische Union

Wien (PWK443) - "Österreich hat bei der Verteilung der EU-Fördermittel zum Ausbau der transeuropäischen Netze (TEN) erfolgreich verhandelt", kommentierte heute Harald Bollmann, Obmann der Bundessparte Transport und Verkehr der Wirtschaftskammer Österreich, die Veröffentlichung des Expertenberichtes der hochrangigen Gruppe rund um Karel van Miert. "Sechs Projekte in Österreich könnten bis zum Jahre 2020 von der EU gefördert werden. Dies würde zu einer stärkeren Vernetzung mit den Kandidatenländern führen, was zu einer Stärkung des Wirtschaftsstandortes Österreich beitragen könnte."

Die Vizepräsidentin der EU-Kommission Loyola de Palacio hat Anfang dieses Jahres eine hochrangige Gruppe unter Vorsitz des ehemaligen Vizepräsidenten der Kommission Karel van Miert eingesetzt, die der Kommission bei der Erstellung eines Vorschlages zur grundlegenden Überarbeitung der Leitlinien für das transeuropäische Verkehrsnetz zur Seite stehen soll.

Beim informellen Rat von Neapel am 4. und 5. Juli wird nun diese Liste den EU-Verkehrsministern präsentiert. Rat und Parlament müssen dann diesem Kommissionsvorschlag noch zustimmen. Insgesamt hat die EU-Kommission von insgesamt 100 eingereichten Projekten nur 18 als prioritär ausgewählt. Das gesamte Bauvolumen wird auf 235 Mrd Euro geschätzt; jenes in Österreich auf etwa 10,4 Mrd Euro. Die EU übernimmt nach derzeitigem Stand bis zu 10 % der Finanzierung.

Größtes Projekt auf heimischen Boden ist der Westbahnausbau bis 2012. Erwartungsgemäß gefördert wird auch der Brennerbasistunnel bis 2015. Ebenfalls bis 2015 soll die Strecke Wien - Ödenburg als Teil der Verbindung Sofia - Budapest - Wien - Prag - Nürnberg finanziell unterstützt werden. Die Erweiterung und die Beseitigung von Engpässen auf der Verbindung Rhein - Main - Donau sollen ebenfalls bis 2015 abgeschlossen und von der EU gefördert werden.

"Der Aufbau geeigneter Verkehrsinfrastrukturen ist der Schlüssel zum Erfolg des Binnenmarktes und auch der Wettbewerbsfähigkeit der um die Kandidatenländer erweiterten Europäischen Union. Geeignete Verkehrsinfrastrukturen ziehen auch Investoren in die Europäische Union und fördern dadurch die dynamische Weiterentwicklung der EU", stellte Bollmann abschließend fest. (Ne)

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