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Ungarns historische Weinregionen

Sopron (OTS) - In geographischer Hinsicht ist das Weinbaugebiet
von Sopron eine Fortsetzung der burgenländischen Rieden. Es umfaßt neben Sopron die Orte Kópháza, Fertörákos, Fertöboz, Fertöendréd, Fertöszentmiklós, Harka, Hidegség und Nagycenk.

Der Boden besteht hauptsächlich aus Gneis und Schiefer, die von Kalkstein sowie jüngeren Schichten aus Löß und Lehm überlagert sind. Diese Gegebenheiten und das relativ kühle Klima bringen säurebetonte, tanninreiche Rotweine und frische Weißweine hervor.
Bei den Rotweinen, die einen niedrigeren Alkoholgehalt als die durchschnittlichen ungarischen Weine haben, herrschen Blaufränkisch und Zweigelt vor, mitunter auch Merlot und Pinot Noir. Kenner schätzen den Soproner Kékfrankos, dessen purpurrote Farbe und schwerer Früchteduft den qualitätsvollen trockenen Wein zum Aushängeschild der Region macht.

Bei den Weißweinen ist der Grüne Veltliner die Hauptsorte, gefolgt von Sauvignon Blanc und der ungarischen Mädchentraube, seltener Traminer und Chardonnay.

Die mittelalterliche Stadt Sopron (Ödenburg), das Zentrum des gleichnamigen Weinanbaugebietes, war lange zeit nur als "Einkaufsdorado" bekannt. Nur wenige beachteten die von der großen Einkaufsstraße wie ein Ring umgebene Altstadt, die zu den schönsten und am besten erhaltenen mittelalterlichen Stadtensembles zählt. Es zeigt ein geschlossenes Bild von Bürgerhäusern aus Renaissance und Barock, das vom gotischen Turm des Domes überragt wird. Heute ist der historische Kern weitgehend restauriert, viele der Häuser, die oft noch gotische Fundamente und Bauelemente sogar aus der Romanik zeigen, können besichtigt werden, wobei auch die Innenhöfe sehenswert sind. Bemerkenswert ist das Haus am Hauptplatz Nr. 2, eine ehemalige Apotheke, die heute Museum ist. Ihren Abriß verhinderte aus Rücksicht auf die Harmonie des Platzes Ludwig II. im Jahre 1525 per königlichem Edikt. Dieses Papier ist damit eines der ältesten Denkmalschutz-Dokumente.

Auch die anderen Ortschaften der Soproner Weinregion und ihre Umgebung weisen bekannte und weniger bekannte Juwele auf, die man zum Beispiel anläßlich einer Weinverkostungstour besichtigen kann. Besonders lohnend ist das Széchenyi-Schloß in Nagycenk, das auch ein Museum über das Leben und Wirken des "größten Ungars", Graf István Széchenyi beherbergt, der nicht nur die Budapester Kettenbrücke erbauen ließ, sondern auch in vielen anderen Bereichen ein großer Förderer Ungarns war. Auf dem Weg zum Neusiedler See kann man an Fertöd und dem Esterházy-Schloß kaum vorbei, eines der größten Barockschlösser Ungarns, das schon während der Bauzeit das "ungarische Versaille" genannt wurde. Vielleicht bleibt Zeit für den Besuch eines Sommerkonzertes. Der Römersteinbruch von Fertörákos war schon lange als sommerliche Opernarena bekannt, ehe jener im burgenländischen St. Margareten als Kulisse für Opernaufführungen entdeckt wurde.

Die überdimensionale Kirche in Fertöszentmiklós stammt aus 1725. Sie wurde zwar später im neoromanischen Stil erweitert, wobei die alte Kirche als Vorraum integriert wurde, im Inneren zeigt sie jedoch noch weitgehend die original barocke Einrichtung. Unweit davon steht im Dörfchen Röjtökmuzsaj ein über 200 Jahre altes Schloß, das heute als Wellnesshotel geführt wird. Sehenswerte Herzstücke sind der immerblühende holländische Barockgarten und die Schloßkapelle, die eine wertvolle Marienstatue aus 1496 zeigt.
Informationen: Tourinform-Büro. H-9400 Sopron, Elökapu u. 11. Tel. 0036/99/338592, Fax 0036/99/338892, sopron@tourinform.hu

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