Korrektur zu OTS 0085 AK Tumpel zu Arbeitslosenzahlen Juni

Wien (AK) - Der richtige Titel der OTS 0085 lautet: 242.000 Arbeitsuchende im Juni: Tumpel kritisiert Untätigkeit der Regierung im Kampf gegen die Arbeitslosigkeit.

242.000 Arbeitsuchende im Juni: Tumpel kritisiert Untätigkeit der Regierung im Kampf gegen die Arbeitslosigkeit
Utl.: Arbeitslosigkeit bei den Älteren steigt doppelt so stark wie im

Durchschnitt - AK fordert 250 Millionen für aktive Arbeitsmarktpolitik =

Untätigkeit und "völliges Versagen im Kampf gegen die steigende Arbeitslosigkeit" wirft AK Präsident Herbert Tumpel der Regierung angesichts der heute veröffentlichten Arbeitslosenzahlen für den Juni vor. Exakt 242.454 Arbeitsuchende (200.918 Arbeitslose plus 41.536 Personen in Schulung, die auch dringend Arbeit brauchen) bedeuten einen neuen Rekordwert. "Noch nie in der zweiten Republik haben in Österreich im Juni so viele Menschen Arbeit gesucht", sagt Tumpel, "seit der ersten Auflage der Regierungskoalition im Jahr 2000 ist die Zahl der Arbeitsuchenden in Österreich um mehr als 33 Prozent gestiegen." Obwohl die Arbeitslosigkeit bei den älteren ArbeitnehmerInnen mit 8,9 Prozent bereits jetzt mehr als doppelt so stark steige wie der Durchschnitt, verschärfe die Koalition die Lage für Arbeitsuchende zusätzlich. Durch die Anhebung des Pensionsalters ohne Wahl zwischen Frühpension mit Abschlägen oder Pension zum Regelpensionsalter müssen viele länger arbeiten oder arbeitslos sein - konkret werden dadurch laut AK-Berechnungen zusätzlich 140.000 Menschen Arbeit brauchen. Tumpel verlangt als Sofortmaßnahme eine rasche steuerliche Entlastung der Arbeitnehmer zur Ankurbelung der Wirtschaft und mehr Geld für die Aus- und Weiterbildung, statt der ständigen Kürzungen bei der Bildung. Darüber hinaus müsse die Regierung zusätzlich 250 Millionen Euro für die aktive Arbeitsmarktpolitik bereit stellen. Derzeit muss ein AMS-Berater in Wien 600 Langzeitarbeitslose betreuen - für Menschen, die bereits mehrere Monate arbeitslos sind, gibt es de facto zwei Minuten Beratung pro Monat. Tumpel: "Statt inhaltsleere Phrasen zu dreschen, soll die Regierung endlich die Mittel bereit stellen, damit Menschen ohne Arbeit wieder Chancen auf dem Arbeitsmarkt bekommen." ****

200.918 Menschen sind arbeitslos gemeldet. Dazu kommen noch 41.536 Personen in Schulung, die selbstverständlich auch dringend Arbeit suchen. Ende Juni waren 242.454 Menschen auf Arbeitsuche, um 16.187 Personen oder 7,2 Prozent mehr als im Vorjahr. Seit dem Jahr 2000 ist die Zahl der Arbeitsuchenden um 59.095 Personen oder 33,2 Prozent gestiegen.

Bei den 55-60-Jährigen ist die Arbeitslosigkeit seit dem Vorjahr mit 8,9 Prozent mehr als doppelt so stark gewachsen, wie im Durchschnitt. "Mit der vor kurzem beschlossenen
Anhebung des Pensionsalters ohne Wahl wird sich die Lage für Arbeitsuchende weiter zuspitzen", sagt Tumpel. Als besorgniserregend bezeichnet der AK Präsident den deutlichen Anstieg der arbeitslosen Jugendlichen. Mehr als 32.400 Junge unter 25 sind arbeitslos - das sind 3.381 Personen oder 11,6 Prozent mehr als vor einem Jahr. "Auf der einen Seite gibt es für diese Jungen groß angekündigte Schwerpunkte, für die es aber kein Geld gibt", sagt Tumpel, "auf der anderen Seite kürzt die Regierung gerade bei der Bildung ganz besonders drastisch und nimmt damit den Jungen Chancen für die Zukunft."

Neben einer raschen steuerlichen Entlastung für die ArbeitnehmerInnen und einem wirklichen Bildungs-Schwerpunkt verlangt Tumpel zusätzliche 250 Millionen Euro für eine aktive Arbeitsmarktpolitik. "Menschen, die in die Arbeitslosenversicherung einzahlen, müssen auch die Sicherheit haben, dass sie auch die best mögliche Beratung und Unterstützung bekommen, wenn sie die Arbeit verlieren", sagt Tumpel, "wenn es wegen der Überlastung der Berater etwa in Wien netto pro Monat nur zwei Minuten Beratung für Arbeitslose gibt, kann von best möglicher Unterstützung keine Rede sein. Da braucht es mehr Berater und mehr Geld - da ist die Regierung gefordert."

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