GPA: bauMax-Essl will demokratische Elementarrechte nicht akzeptieren

Warum fürchtet Essl die Wahl von Betriebsräten?

Wien (GPA). "Es ist der Geschäftsführung von bauMax gelungen, durch Einschüchterungen und massive Kampagnen gegen die Gewerkschaft vorerst die Konstituierung eines Wahlvorstandes in zwei Mega-bauMax-Märkten zu verhindern. Herr Essl soll jedoch auf dieses Ergebnis nicht stolz sein. Negative Folgen auf das Image des Unternehmens sind auf jeden Fall zu erwarten", erklärt die Gewerkschaft der Privatangestellten in einer Reaktion auf die jüngsten Konflikte rund um die Betriebsratswahlen in den Mega-Baumärkten.++++

"Es ist erschütternd, dass am Beginn des 21. Jahrhunderts in österreichischen Unternehmen nicht möglich ist, dass Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von einem gesetzlich vorgesehenen Grundrecht Gebrauch machen", so die GPA weiter. Laut ArbVG ist es vorgesehen, dass ab einer Anzahl von 5 MitarbeiterInnen ein Betriebsrat zu wählen ist.

"Die von der Geschäftsführung einen Tag vor der vorgesehenen Konstituierung des Wahlvorstandes durchgeführte Mitarbeiterbefragung kann nur als Farce bezeichnet werden. Sie ist rechtlich irrelevant und ihr Ergebnis braucht nach den erfolgten Einschüchterungen nicht wundern."

"Das Verhalten von bauMax-Vorstandsvorsitzenden Martin Essl steht einem modernen und an demokratisch-ehtischen Grundsätzen orientierten Unternehmensphilosophie diametral entgegen. Es ist wirklich die Frage zu stellen, warum der Chef eines in Österreich durchaus renommierten und angesehen Unternehmens, mit derart zweifelhaften Methoden versucht, die Wahl von Betriebsräten zu verhindern? Sein Verhalten erinnert an das von Patriarchen in der frühkapitalistischen Ära, aber nicht jenes eines modernen, zukunftsorientieren, auf sozialen und demokratischen Grundstandards beruhenden Unternehmensführung."

"Herrn Essl sollte auch bewusst sein, dass sein Agieren in der gewerkschaftlichen Öffentlichkeit sicher nicht gut ankommen wird. Immerhin handelt es sich um 1,4 Millionen Gewerkschaftsmitglieder mit ihren Angehörigen, die sich auch weiterhin gerne in renommierten österreichischen Baumärkten versorgen wollen, denen aber das Image eines Unternehmens nicht egal ist. Wir sind aber nicht an einer Eskalation dieses Konflikts interessiert und stehen selbstverständlich auch weiterhin zu Gesprächen über eine sinnvolle Kooperation zur Verfügung", so die GPA abschließend.

ÖGB, 2. Juli 2003
Nr. 558

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