Fahrzeughandel: "Tempo 200-Lizenz" - Ausnahmegenehmigungen unbedingt notwendig

Ausnahmegenehmigung von Geschwindigkeitsbegrenzungen dienen der Prüfung von Produkten auf Betriebssicherheit - Havelka: Gegen das Schüren von Neid auf "scheinbar privilegierte Schnellfahrer"

Wien (PWK440) - Gegen eine emotional geführte Diskussion spricht sich das Bundesgremium des Fahrzeughandels in der WKÖ in Bezug auf die als "Tempo 200-Lizenz" in die Diskussion geratenen Ausnahmegenehmigungen von Geschwindigkeitsbegrenzungen für Autohändler aus. Vielmehr betont Gremialobmann Heinz Havelka die Notwendigkeit von Ausnahmegenehmigungen aufgrund der bestehenden gesetzlichen Vorgaben.

"Der Gesetzgeber verpflichtet jeden Hersteller, seine Produkte auf Verkehrs- und Betriebssicherheit zu überprüfen. Alle dazu erforderlichen Tests, Prüfungen und Verfahren sind vorgegeben. Obwohl die Höchstgeschwindigkeit auf den österreichischen Autobahnen 130 km/h beträgt, sind Hersteller zur Prüfung bei bauartbedingter Höchstgeschwindigkeit sowie zum Nachweis, dass es durch einen Umbau -z. B. der Anbringung eines Heckspoilers oder bei Komplettverbauten -zu keiner Verschlechterung des typgeprüften Zustandes kommt und das Fahrzeug weiter verkehrs- und betriebssicher ist, verpflichtet", so Havelka zur Gesetzeslage. Da aber in Österreich keine Renn- oder Teststrecke existiert, wo eine Gerade lang genug wäre, um die vorgeschriebene Bauartgeschwindigkeit zu erreichen, werden derartige Ausnahmegenehmigungen bei nachgewiesenem Bedarf - aber nur dann! -seitens der Behörden seit Jahrzehnten bewilligt. "Das dient aber ausschließlich dazu, um die Verkehrs- und Betriebssicherheit festzustellen bzw. zu testen."

Zudem spricht sich der Fahrzeughandel gegen das Schüren eines Neidkomplexes gegen scheinbar privilegierte Schnellfahrer aus. "Vielmehr bedarf es in Österreich als einem Automobilerzeugerland derartiger Ausnahmegenehmigungen, um entsprechende, vom Markt verlangte Produkte anbieten zu können!", so Havelka abschließend. (JR)

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