"Styrian Spirit" nach Richterspruch wieder im Aufwind: "Endlich muss sich auch AUA wieder an Gesetze halten"

Wien (OTS) - Aufbruchstimmung herrscht bei der steirischen
Fluglinie "Styrian Spirit" nach der Veröffentlichung der einstweiligen Verfügung durch das Handelsgericht Wien, welche besagt, dass die AUA ihre Dumpingpreise auf den von "Styrian Spirit" ebenfalls geflogenen Linien zurück nehmen muss. "Das bedeutet, dass man uns die Basis, die uns durch die völlig marktfernen AUA-Tarife entzogen worden ist, wieder zurück gegeben hat. Daher bin ich überzeugt davon, dass unsere Investoren bei der Generalversammlung am 10. Juli einer Kapitalerhöhung zustimmen werden. Denn der bisher nicht vorhandene Spruch des Gerichtes war der Hauptgrund dafür, dass man sich einen weiteren Geldfluss überlegen wollte."

Dass das Melden der 85 "Styrian Spirit"-Mitarbeiter beim Arbeitsmarktservice für das Schlagen hoher Wellen sorgen würde, war Lenz bewusst. "Nach der kommenden Generalversammlung sieht alles anders aus, dessen bin ich mir sicher, wir werden auch keine Kündigungen aussprechen müssen. Aber wer einem Unternehmen verantwortungsvoll vorsteht, muss manchmal auch Schritte setzen, die unpopulär sind. Jeder Kaufmann wird unseren Schritt verstehen, wenn jemand diese reine Vorsichtsmaßnahme missinterpretiert, kann ich ihm auch nicht helfen."

Eines aber hält Lenz dezidiert fest: "Wir sind nur deswegen in diese Situation geraten, weil die AUA Maßnahmen gesetzt hat, die von einem unabhängigen Gericht nun untersagt worden sind. Die staatliche Fluglinie ist durch gesetzlich nicht gedeckte Aktionen dafür verantwortlich, dass 85 Menschen um ihren Job bangen. Obwohl sich alles einrenken wird, wenn und weil sich die Austrian Airlines wieder an die Gesetze halten muss."

Zur Information einige Auszüge aus der einstweiligen Verfügung des Handelsgerichtes Wien vom 1. 7. 2003:

"Es soll daher durch diese Auflagen vermieden werden, dass ein neuer Mitbewerber vom Markt verdrängt wird. Nämlich insbesondere dadurch, dass die Beklagte (Anm.: AUA) und/oder die Lufthansa auf den konkurrierten Strecken die Flugticketpreise so senkt, dass es für einen Mitbewerber nicht mehr möglich ist, mitzuhalten."

"Die Verletzung der ... festgelegten Bedingungen für eine Tarifreduktion - stellt einen besonderen, qualifizierten Verstoß gegen die guten Sitten dar, weil die Beklagte und die Lufthansa diese drei Bedingungen selbst vorgeschlagen und angeboten haben, um einen neuen Wettbewerb zu ermöglichen und damit überhaupt eine Freistellung vom Kartellverbot der Europäischen Gemeinschaft zu erlangen und sich - nach Erlangung der kartellrechtlichen Freistellung auf der Grundlage dieser Bedingungen - bewusst über diese Bedingungen hinwegsetzen, um die neuen Anbieter im Wettbewerb zu verdrängen."

"Es liegt somit eine sittenwidrige Wettbewerbsverzerrung im Sinn der Preisunterbietung durch Rechtsbruch vor ..."

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"Styrian Spirit"-
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Tel.: 03135/55830-1101

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