AKNÖ warnt vor unseriösen Keilermethoden bei Timesharing

Mit Hilfe von Rubbellosen und Gewinnspielen am Urlaubsort wird den Konsumenten der Traum von einem eigenem Feriendomizil vorgegaukelt.

Wien (AKNÖ) – Pünktlich zur Urlaubszeit häufen sich die Anfragen von Konsumenten zum Thema Timesharing. Die ungetrübte Urlaubslaune von ahnungslosen Touristen wird oft von krummen Geschäftemachern ausgenutzt. Mit Gewinnspielen am Ferienort werden die Konsumenten zu Vertragsabschlüssen gedrängt. Lücken im Gesetz werden genützt, um Rücktrittsrecht und Anzahlungsverbot zu umgehen.

Thomas Grünberger, Konsumentenschützer in der NÖ Arbeiterkammer und Experte in Reiseangelegenheiten, wird schon zu Beginn der Ferienzeit vermehrt mit Anfragen zu Timesharing bestürmt. In der letzten Woche hat sich bereits mehr als ein Dutzend ratsuchender Konsumenten an ihn gewandt. Grünberger rechnet damit, dass die Anfragen in den kommenden Wochen noch zunehmen werden: "Viele Urlauber träumen von einem Haus oder einem Appartement am Meer. Leider spielt das Geld nicht mit. Timesharing scheint da die ideale Lösung zu sein, obwohl viele Anbieter dieses Wort aufgrund des schlechten Beigeschmackes, den es vermittelt, schon vermeiden und lieber von Wohnrecht oder Direktbuchung reden."
Mit einem Timesharingvertrag wird für eine längere Dauer ein Nutzungsrecht an einer bestimmten Ferienwohnung erworben. Da gibt es oft schon die ersten Missverständnisse, weiß Grünberger. Viele Konsumenten glauben, dass sie bei Vertragsabschluss ein Eigentumsrecht erworben haben und sind dann maßlos enttäuscht, weil sie über diese Tatsache getäuscht wurden.

Ungetrübte Urlaubslaune wird ausgenutzt In der lockeren Urlaubsatmosphäre lassen sich viele Konsumenten leichter zu einem voreiligen Vertragsabschluss überreden, dazu bedarf es gar keiner übermäßig raffinierten Verkaufsmethoden. Geködert werden die ahnungslosen Urlauber oft mit Gratisrubbellosen oder anderen Gewinnspielen vor Ort. Dann werden sie an einem bestimmten Treffpunkt, meist in Hotels mit luxuriösem Ambiente von den Keilern mit vielversprechenden Angeboten eingelullt. "Konsumenten sollten sich niemals zu einer vorschnellen Unterschrift hinreißen lassen - auch wenn das Angebot noch so verlockend klingt", rät Grünberger. Wenn diese Verträge am Urlaubsort abgeschlossen werden, gilt grundsätzlich das Recht des jeweiligen Landes. Besondere Vorsicht ist bei einem Geschäftsabschluss in Ländern außerhalb der EU anzuraten. Innerhalb der EU gibt es gesetzliche Regelungen, die ein Rücktrittsrecht von mindestens zehn Tagen - in Österreich gelten derzeit 14 Tage - nach Vertragsabschluss vorsehen. Aber Achtung: Schlupflöcher sind auch hier nie auszuschließen. Der AK-Experte weist darauf hin, dass Timesharingverträge regelmäßige Urlaubsgewohnheiten erfordern und dass die Bindung bestehen bleibt, auch wenn sich persönliche Verhältnisse oder Vorlieben grundlegend geändert haben.

~ Tipps zu Timesharing · Schließen Sie Verträge nie vor Ort ab. · In EU-Ländern darf innerhalb der Zehntagesfrist keine ~

Anzahlung
verlangt werden.
· Leisten Sie keine Zahlungen vor Ort. Schon gar nicht mit der Kreditkarte, da die geleisteten Beträge meist nicht rückforderbar sind.

· Timesharing hat derzeit keinen Wiederverkaufswert.

Weitere Tipps und Hinweise zu Timesharing aber auch zu anderen Themen rund um einen ungetrübten Urlaub bietet die Broschüre "Ungetrübter Urlaubsspaß" – anzufordern unter 0800/232323-1212.

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