Raschhofer: EU-Förderung der Stammzellenforschung hätte negative Konsequenzen für Österreich

Wien, 2003-07-01 (fpd) - "Mit den geplanten Leitlinien zur Förderung der Forschung an embryonalen Stammzellen wird Österreich in Zukunft die embryonale Stammzellenforschung EU-weit mitfinanzieren müssen, obwohl diese in unserem Land verboten ist," so die freiheitliche Delegationsleiterin Daniela Raschhofer im Vorfeld der Veröffentlichung entsprechender Vorgaben durch die Kommission. ****

"Bereits die Abstimmung über das 6. Forschungsrahmenprogramm im Mai letzten Jahres hat der EU-weiten Förderung der embryonalen Stammzellenforschung Tür und Tor geöffnet. Dabei hat man es verabsäumt, europaweit einheitliche ethische Grundprinzipien zu definieren. Ich hoffe, dass sich die Kommission bei der Erarbeitung der Leitlinien dieses Problems und seiner Konsequenzen bewusst ist. Denn schon damals habe ich in diesem Zusammenhang davor gewarnt, dass Projekte in EU-Ländern, die die Stammzellenforschung zulassen, mittels EU-Geldern aus einem Topf gefördert werden, zu dem auch Länder beitragen, in denen die Stammzellenforschung per Gesetz verboten ist! Mit der Verabschiedung der Leitlinien durch die Kommission und der Zustimmung des Rates würde dieses Szenario nun endgültig Realität", warnt Raschhofer abschließend. (Schluss)

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