Klarstellung des ÖGB zur Pensionsharmonisierung

ÖGB fordert Berücksichtigung der Versicherungsjahre statt Beitragsjahre

Wien (OTS) - Zu der Aussendung des Bundeskanzleramtes betreffend

des heutigen Gesprächs Regierung und Sozialpartner stellt der ÖGB

klar: Außer Streit gestellt wurde in der heutigen Gesprächsrunde zur

Harmonisierung der Pensionssysteme, dass nach 45

"Versicherungsjahren" 80 Prozent der durchschnittlichen

Lebensverdienstsumme erreicht werden sollen.

Im Gegensatz dazu ist in der heutigen Aussendung des Kanzleramtes von

"Beitragsjahren" die Rede. Bei Beitragsjahren werden zum Beispiel

Zeiten der Arbeitslosigkeit nicht angerechnet. Ein Großteil der

Arbeitslosen, Beschäftigten in Saisonberufen oder Bauarbeiter haben

keine Chance, 45 Beitragsjahre zu erwerben. Für viele würde das

extreme Einschnitte in ihren Lebensstandard und eine Erhöhung des

Verarmungsrisikos bedeuten. Der ÖGB fordert, dass das

Harmonisierungsprojekt eine Weiterentwicklung und Sicherung des

Pensionssystems für die Jungen bringt und nicht zu einem Synonym für

weitere Pensionskürzungen wird. (kr)

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