"Neues Volksblatt" Kommentar: "Angst" (Von Michael Kaltenberger)

Ausgabe vom 30. Juni 2003

Linz (OTS) - =

Es zeigt sich immer wieder: Je größer die Angst vor
einer Wahl, desto aggressiger der Wahlkampf.
Nach dem, was die SPÖ Oberösterreich zurzeit bietet, zittern förmlich SPÖ-Chef Erich Haider und seine Genossinnen und Genossen der Landtagswahl am 28. September entgegen.
Es scheint, als hätte sich die Angst wie Herbstnebel über die SPÖ gelegt und alles durchdrungen. Denn in den ˜ reichlich verfrühten! ˜ Wahlkampf-Reden ist nur noch von Angst, Armut und Verunsicherung die Rede; so, als ginge es nicht um das Oberösterreich des Jahres 2003, sondern um das Österreich der Zwanzigerjahre.
Ab und an zerreißt es dann einen Genossen beim Spagat zwischen Schlechtreden und Wirklichkeit - wie den Klubobmann Karl Frais auf dem SPÖ-Landesparteirat, als er von der Stagnation in Oberösterreich sprach, "wo einige Wirtschaftsdaten manchmal ganz gut sind, wo das Land aber gar nicht so viel dafür kann".
Wenn aber "das Land nichts dafür kann, dass Oberösterreich so gut dasteht, dann ist vielleich die Bundespolitik doch nicht so schlecht, wie sie im Satz davor hingestellt wurde? Irgendwer muss ja auch für das Positive verantwortlich sein.
Also bleibt auf dem Boden, liebe Genossen: Oberösterreich ist schön. Und helft mit, dass es noch schöner wird!

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