"Fest der Kärntner Freiheit" im Klagenfurter Landhaushof

LH Haider kritisiert ORF-Partisanendokumentation und thematisiert wirtschaftliche Stärkung Südkärntens - LHStv. Ambrozy zu Ortstafelfrage: "historischer Durchbruch" wäre möglich gewesen

Klagenfurt (LPD) - Das "Fest der Kärntner Freiheit" wurde heute, Sonntag, von der Klagenfurter Bezirksgruppe des Kärntner Abwehrkämpferbundes an der Stätte der Kärntner Einheit im Klagenfurter Landhaushof ausgerichtet. Neben Abordnungen des Abwehrkämpfer-, des Kameradschafts- und des Heimkehrerbundes, waren auch Mitglieder der Gottscheer Landsmannschaft beim Festakt anwesend.

Landeshauptmann Jörg Haider hob in seiner Festansprache die "starke und tiefe Verbundenheit" der Kärntner Bevölkerung mit ihrer Heimat und der Geschichte ihres Landes hervor. So gelte es, die Erinnerung an jene Zeit, als Einheit und Freiheitsentwicklung Kärntens bedroht waren, wach zu halten, sagte Haider, der den Mut der Männer und Frauen hervorhob, die im Kärntner Abwehrkampf und in "schweren Stunden" zu ihrem Land standen. Heute seien in Kärnten das friedliche Miteinander, das gute Verhältnis zu den Nachbarn sowie der gegenseitige Kulturaustausch prägend, meinte der Landeshauptmann weiters, für den die Kärntner "viel Kraft aus ihrer Tradition schöpfen".

Wichtig sei es auch, die Geschichte "wie sie sich tatsächlich ereignet hat", den jungen Menschen näher zu bringen, betonte der Landeshauptmann. In diesem Zusammenhang übte er abermals heftige Kritik an der ORF-Dokumentation über die Partisanen in Kärnten vom April des Vorjahres und forderte vom ORF "Wiedergutmachung" durch das Ausstrahlen einer "objektiven Sendung" zum Thema. Weiters verwies er auf die vom Kärntner Landesarchiv erarbeitete Wanderausstellung "Die Partisanen in Kärnten. Kämpfer gegen den Faschismus - Kämpfer für..?", die an Kärntner Schulen gezeigt wird.

Ein weiteres Thema der Festrede war die "wirtschaftliche Integration" Südkärntens. Kärnten würde hier vor allem durch Infrastrukturprojekte, wie den Bau der Lippitzbachbrücke, vieles bewirken. Von der Bundesregierung forderte Haider, sich ebenfalls am Grenzlandförderungsfond zu beteiligen, welchen die Kärntner Landesregierung zur Stärkung dieses Gebietes eingerichtet habe. Slowenien wäre nach einem Beitritt zur Europäischen Union (EU) Ziel 1-Gebiet und würde erhöhte Förderungen erhalten, was auch für Kärnten gelten sollte, sagte Haider, der sich für das Grenzland "gleiche Spielregeln" erwartet.

Auch LHStv. Peter Ambrozy ging auf die bevorstehende EU-Erweiterung ein. Die Kärntner sollten sich stets ihrer Wurzeln besinnen sowie Geschichte und Tradition wach halten, um so die Herausforderungen eines größeren Europas besser bestehen zu können, sagte Ambrozy. Weiters sprach er von der "langen intensiven Diskussion über das Zusammenleben in Kärnten" der letzten Jahre und nahm dabei auf die Ortstafelfrage Bezug. Hierbei wäre ein "historischer Durchbruch" möglich gewesen, da die Entscheidungen auf "breiter Basis" gestanden seien sowie auch die Heimatverbände und der Bund "mit an Bord waren". Das Scheitern der vorgeschlagenen Lösung bezeichnete Ambrozy als "unverständlich".
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