"profil": Heinzel sieht Magna bei Voest-Verkauf aus dem Rennen

Der Präsident des ÖIAG-Aufsichtsrats widerspricht Wünschen des Voest-Vorstands

Wien (OTS) - Wie das Nachrichtenmagazin "profil" in seiner Montag erscheinenden Ausgabe berichtet, spricht sich Alfred Heinzel, der Aufsichtsratspräsident der ÖIAG, gegen den Wunsch des VoestAlpine-Vorstands aus, die ÖIAG möge noch in diesem Sommer 9% des Voest-Aktienkapitals verkaufen. Bevor nicht entschieden sei, was mit den weiteren 25% des Voest-Aktienkapitals, die sich darüber hinaus noch im Eigentum der ÖIAG befinden, passieren soll, hielte Heinzel einen Verkauf des Neun-Prozent-Pakets für "fahrlässig".

Seit der Änderung der Regierungsvorgabe an die ÖIAG, die am Dienstag der Vorwoche erfolgt ist, "fällt" für Heinzel der Magna-Konzern als Kandidat für eine Übernahme der ÖIAG-Anteile an der Voest aus. Einschränkung: "Allerdings kenne ich den Regierungsauftrags noch nicht im Wortlaut." Über die vielfach beobachtete und kritisierte angeblich wachsende Tendenz zu einer "Repolitisierung der ÖIAG" meint Heinzel, er könne eine solche nicht erkennen. Das Verhältnis zwischen ÖIAG und Finanzministerium sei "ein ordentliches und korrektes". Sollte Karl-Heinz Grasser aber tatsächlich in Entscheidungsvorgänge der ÖIAG maßgeblich eingreifen wollen, so würde er sich aus dem Aufsichtsrat der Staatsholding verabschieden. "Dann wäre ich als Präsident dieses Gremiums nicht der richtige Mann", so Heinzel zu "profil".

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