Fachhochschulen: Scharfe SPÖ-Kritik an Haider und Gehrer wegen geplanter Verhinderung von wichtigem Bildungsmeilenstein für Frauen

: Trunk: Gehrer plant Wolfsberger Vorzeigekonzept zu kopieren und in einem anderen Bundesland umzusetzen

Zur Diskussion um die Fachhochschulstandorte in Kärnten meldete sich heute NRAbg. Melitta Trunk (S) zu Wort. Sie kritisierte die Vorgangsweise der Bundesregierung, warf aber insbesondere dem Kärntner Landeshauptmann Jörg Haider Säumigkeit vor. "Der Kärntner Landeshauptmann kennt die Beschlüsse im Ministerrat und die Schließungs bzw. Aushungerungsvorhaben Gehrers lange genug und ist untätig geblieben. Statt in Wien für Kärnten zu verhandeln war er offensichtlich mit den internen Obmannkämpfen in der FPÖ beschäftigt und hat nur eine egoistische Strategie verfolgt, nämlich sich selbst in den letzten Wochen wieder in den Mittelpunkt medialen Interesses zu manövrieren", sagte Trunk und ergänzte: "Den Preis dafür zahlt die Kärntner Bevölkerung und im konkreten Fall vor allem jene Bezirke, für die es das Aus der Fachhochschulen bedeutet".

Das Projekt Fachhochschule Wolfsberg, welches in Kooperation mit einer schwedischen Universität entstanden ist, sei selbst von den Experten der zuständigen VP-Bundesministerin im Fachschulrat für ausgezeichnet und zukunftsweisend bezeichnet worden. "Mir sind sogar Intentionen Gehrers bekannt das Konzept der Fachhochschule Wolfsberg 1:1 in einem anderen Bundesland umzusetzen, das ist Beweis genug für die Qualität des Projektes aber auch für die Politik der Willkür von ÖVP und FPÖ", so Trunk. 150.000 Euro seien bereits in das Projekt in Wolfsberg investiert worden, die Zusage des Bundesministeriums sei aber dennoch ausgeblieben, so die SP-Abgeordnete, "und das obwohl sich sowohl Politik als auch Wirtschaft gemeinsam dafür aussprechen". Das Projekt sei auch ein wichtiger Meilenstein für die Frauen in Kärnten, betonte Trunk in ihrer Funktion als Kärntner Frauenvorsitzende der SPÖ und begründete dies mit der hohen Frauenabsolventenquote im Fachgebiet Innovation Engineering.

"Zu Feldkirchen möchte ich nur sagen, dass es grobfahrlässig ist ein Projekt zuerst zu genehmigen und es dann nach einem Jahr sterben zu lassen", stellte Trunk fest und betonte: "Bundesministerin Gehrer hat eben auch den Haiderkurs des Umfallens angenommen". (Schluss)

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