Adonis: Rotes Kreuz fordert rasch Lösungen

Wien (Rotes Kreuz) "Bis jetzt hat das Rote Kreuz vom Bundesministerium für Inneres noch nichts Offizielles gehört, über die ADONIS-Verzögerungen - zum Glück gibt es Presseaussendungen aus dem Ministerbüro", erklärt der Präsident des Österreichischen Roten Kreuzes Fredy Mayer.

Rasche Lösungen sind nach Meinung des Rotkreuz-Präsidenten gefragt, "denn es geht letztendlich um die Sicherheit der Österreicher, und nicht um die persönlichen Bedürfnisse einzelner Politiker oder Wirtschaftstreibender". Von Ministeriumsbeamten vorgeschlagene erste Gesprächstermine im September seien zu spät: "Für die begonnenen und zum Teil bereits umgesetzten Umstrukturierungen der Einsatzlogistik in einigen Rotkreuz-Landesverbänden zählen Tage und nicht Monate", drängt Mayer auf eine zielorientierte Lösung.

Wenn die bundesweite Errichtung weiterhin verzögert wird, so tritt über kurz oder lang ein Kollaps der Funknetze ein, und das kann im sensiblen Bereich der Rettungs- und Notarztdienstlichen Versorgung der Bevölkerung die Gefährdung von Gesundheit und Leben bedeuten. Auch in der Hilfe bei Naturkatastrophen ist eine Koordination zwischen den Organisationen weiterhin unmöglich - genau das waren auch Kritikpunkte nach dem verheerenden Hochwasser im vergangenen Jahr. Zusätzliche Kosten für den provisorischen Erhalt der veralteten Netze fallen dem Roten Kreuz an.

"Das Österreichische Rote Kreuz ist nach wie vor von der Sinnhaftigkeit eines bundesweiten digitalen Bündelfunknetzes überzeugt und hofft nach wie vor auf die rasche Errichtung eines funktionierenden Systems. Auch aus Kostengründen, denn ein österreichweit neues und einheitliches Funksystem ist deutlich billiger als die Modernisierung von 9 Bundesländerlösungen pro Hilfsorganisation", schließt Mayer.

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