Mikl-Leitner: Die Regionen sind die treibende Kraft in Europa

Europäische Erweiterung ist größtes Sicherheits- und Friedensprojekt

Göttweig (OTS) - Als ein äußeres Zeichen der engagierten Europapolitik Niederösterreichs, bezeichnete die Präsidentin des Europa - Forum Wachau, Landesrätin Mag. Johanna Mikl-Leitner das heurige Europa - Forum, das mittlerweile zum neunten Mal auf Stift Göttweig stattfindet. "Diese europäische Plattform ist heuer wichtiger denn je, denn in nicht einmal einem Jahr findet die größte Erweiterung der Europäischen Union statt. In nicht einmal einem Jahr wird Europa um 10 Mitgliedsstaaten größer und um 75 Millionen Menschen reicher. Diese nüchternen Zahlen sind leicht ausgesprochen, bedeuten aber in Wirklichkeit den größten historischen Schritt im Friedensprojekt Europa", so Mikl-Leitner.****

Mikl-Leitner bezeichnet die Erweiterung der Europäischen Union zum einen als attraktiv, weil die einst aus sechs Staaten bestehende Union, heute bereits aus 15 Staaten besteht und demnächst aus 25 Staaten bestehen wird. Dies ergebe alleine aus wirtschaftlicher Sicht die größten Chancen für alle Beteiligten. Zum zweiten bezeichnete die Landesrätin die Europäische Union als erfolgreich, weil nach Jahrhunderten des Gegeneinanders und Nebeneinanders nun eine weltweit geradezu einzigartige Zone des Friedens, der Freiheit, des Rechts und der Stabilität entsteht.

Als zentrale Herausforderung der kommenden Jahre bezeichnete Mikl-Leitner das Konzentrieren auf die Rolle der Regionen. "Es geht um ein geeintes, aber nicht um ein vereinheitlichtes Europa. Denn die Regionen sind es, die das große Europa mit Leben erfüllen. Sie sind die treibende Kraft in Europa." Aus diesem Grund sei es auch logisch, dass jede Region das tun soll, was sie am besten kann. Denn es seien die Regionen, die am sensibelsten für das, was dem Bürger zumutbar ist und was vor allem auch in der Entwicklung eines Staates notwendig ist.

In einem größeren Europa gehe es nicht um Angleichung und Vereinnahmung. Die Stärke des größeren Europa liege in der Vielfalt der Regionen, in deren Spielräumen und eigenen Identitäten. Deshalb gelte es für Niederösterreich, diesen Regionen eine starke Stimme zu verleihen, die national und international Gewicht hat. "Die Erweiterung ist kein Kinderspiel, sondern eine große Herausforderung. Wenn Europa diese Herausforderung annimmt, dann wird die bevorstehende Erweiterung das größte Friedens- und Sicherheitsprojekt in der Europäischen Geschichte", so Mikl-Leitner.

Unter den Gästen des heurigen Europa-Forums Wachau, Bundesministerin für auswärtige Angelegenheiten, Dr. Benita Ferrero-Waldner; der Bundesminister für auswärtige Angelegenheiten von Kroatien, Tonino Picula sowie der Abgeordnete des Europäischen Parlaments, Elmar Brok. Morgen wird der Premierminister der Tschechischen Republik, Dr. Vladimir Spidla erwartet.

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