SJÖ: Antwort des Innenministeriums auf Zivildieneranfrage ist eine Farce

Kollross: Strasser verfährt nach dem Motto "Nach mir die Sintflut"

Wien (SK) "Absolut lächerlich" findet der Vorsitzende der Sozialistischen Jugend Österreich (SJÖ), Andreas Kollross, die Auskunft der Zivildienst GmbH bezüglich des Verpflegungsgeldes für Zivildiener. Nach einem Jahr Wartefrist hatte die Institution auf die Frage, was Angemessenheit in Zahlen bedeute, geantwortet, angemessen sei angemessen. "Das Innenministerium sollte sich endlich an die Vorgaben des Verfassungsgerichtshofes halten. Strasser sollte seinen Sparstift bei jenen 'Think Tanks' ansetzen, die für dermaßen unqualifizierte Aussagen ein Jahr lang benötigen", so Kollross am Samstag gegenüber dem Pressedienst der SPÖ. ****

Kollross fordert den ehemaligen Zivildiener Strasser auf, die derzeitige Versorgungsnotlage der Zivildiener zu beheben: "Strasser verfährt hier offensichtlich nach dem Motto 'Nach mir die Sintflut'. Für einen Innenminister ist diese Einstellung aber inakzeptabel. Zivildiener arbeiten 40 bis 60 Stunden pro Woche und erhalten dafür einen täglichen Hungerlohn von 3,50 bis 11,50 Euro. Das ist schlichtweg zu wenig, um zu leben."

Kollross betont noch einmal die Zuständigkeit des Innenministeriums: "Der Zivildienst ist eine staatliche Aufgabe. Deswegen obliegt es dem Staat, für diese Leute zu sorgen. Wenn Strasser diese Tatsache ignoriert, so handelt er fahrlässig. Auch wenn der Minister dafür bekannt ist, Leute hungern zu lassen oder auf die Strasse zu setzen, so ändert das nichts an seiner Zuständigkeit. Deswegen wird es Zeit, das er seine Verantwortung wahrnimmt", so Kollross abschließend. (Schluss) wf/mp

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