Von der "Burg" zum Museum Moderner Kunst Kärnten

Offizielle Schlüsselübergabe - LH Haider und LHStv. Ambrozy zufrieden mit Umbauergebnis - LIG konnte Zeitplan und Finanzierungsrahmen einhalten

Klagenfurt (LPD) - Geschafft! Kärntens wohl größte Kunst- und Kultur-Baustelle in der sogenannten "Burg" im Zentrum von Klagenfurt konnte rechtzeitig zum Eröffnungstermin für das Museum Moderner Kunst Kärnten (29. Juli) fertig gestellt werden. 25 Firmen waren 18 Monate damit beschäftigt, die Ausstellungsräume der ehemaligen Kärntner Landesgalerie umzubauen, zu renovieren und auf internationalen Standard zu bringen. Heute erfolgte die offizielle Schlüsselübergabe. Die Landesimmobiliengesellschaft (LIG) konnte dabei sowohl den Zeitplan als auch den Kostenrahmen von rund 3,2 Millionen Euro einhalten.

Kulturreferent Landeshauptmann Jörg Haider hob hervor, dass damit ein "Haus der Kultur" entstanden sei. Neben der Weiterentwicklung der Landesgalerie zum Museum Moderner Kunst Kärnten werden nunmehr auch eine Artothek, die Kulturabteilung, ein eigenes Informationsbüro, der Hof für Veranstaltungen und ein Kulturcafé der Bevölkerung zur Verfügung stehen, so Haider. Mit LHStv. Peter Ambrozy war der Kulturreferent sich einig, dass der Umbau sehr gelungen sei. Als Hochbaureferent hatte Ambrozy den Startschuss und die ersten Schritte für den Umbau gesetzt. Ambrozy begrüßte, dass mit dem neuen Namen auch ein neues Konzept einhergehe, das auf Internationalität sowie Kärntner Tradition und Avantgarde setze.

Die Vertreter der LIG, Gerhard Freund und Johann Polzer, berichteten aus der Geschichte der Burg, die zu Beginn eine adelige Schule war, später die Landstände und Landesbehörden beheimatete sowie von den Notwendigkeiten die ursprünglichen Nutzungsanforderungen zu adaptieren, was zu wesentlichen Verbesserungen in der Infrastruktur geführt habe.

Das Museum Moderner Kunst Kärnten soll als Ausstellungs-, Aktions- und Diskussionsraum für internationale Phänomene moderner zeitgenössischer Kunst dienen. Laut Konzept versteht es sich als kulturelle Schnittstelle zwischen dem Blick zurück auf das 20. Jahrhundert und einer experimentellen Auseinandersetzung mit neuesten Entwicklungen des 21. Jahrhunderts. Dafür steht eine Gesamtfläche von etwa 900 Quadratmeter plus dem Burghof mit 650 Quadratmeter zur Verfügung. Die Sammlung ist im neuen, konservatorisch hervorragend ausgebauten Tiefenspeicher untergebracht. Und für die Vermittlungsarbeit von Kunst (mit Kinder- und Jugendgruppen) wurden eigene Räume bereitgestellt.

Der Grundsatzbeschluss der Kärntner Landesregierung zum Umbau datiert aus dem Frühjahr 2000. Aus dem geladenen Architektenwettbewerb gingen Helmut Dominikus und Ralf Mikula als Gewinner hervor. "Die Verlagerung der Eingangszone in den Burghof mit gestalterisch betonten Zugängen durch die beiden Barockportale in der Burg- und Paradeisergasse, die erweiterte Nutzung von der Domgasse aber auch die Zusammenführung behindertengerechter Eingangsbereiche für das Publikum, die Kulturabteilung sowie der Erhalt bzw. sogar die Steigerung der Qualität des vierseitig geschlossenen zweigeschossigen Arkadenhofes", sprachen für das Projekt, hieß es in der Begründung der Jury, der Fritz Breitfuß vom Kärntner Kulturgremium angehörte.

Insgesamt kann sich das Ergebnis überaus sehen lassen: Aus relativ bescheidenen Mitteln sei viel geworden, so Breitfuß. Zum Vergleich: Die Kosten für das Lentos in Linz beliefen sich mit 33 Mio. Euro auf das zehnfache. Für die (offen ausgeschriebene) "Kunst am Bau" zeichnet der Künstler Josef Havelka verantwortlich. "Screen" soll einen auffälligen Zugang in der Domgasse mittels geometrischer Strukturierung markieren.
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