Tumpel: "Pensionsreform bleibt sozialpolitisch verfehlt"

Spruch der Verfassungsrichter macht Pensionskürzungen nicht erträglicher

Wien (AK) - "Ich nehme den Spruch der Verfassungsrichter zu den Pensionen zur Kenntnis, halte aber weiterhin die Anhebung des Pensionsalters für sozial- und arbeitsmarktpolitisch verfehlt", sagt AK Präsident Herbert Tumpel zum heutigen Pensions-Erkenntnis des Höchstgerichts. Durch die Anhebung des Pensionsalters müssen viele länger arbeiten oder arbeitslos sein - schon durch die Pensionsreform 2000 brauchten zusätzlich 50.000 Menschen mehr Arbeit, erinnert Tumpel. Die jetzige Erhöhung des Pensionsalters ohne Wahl zwischen Frühpension mit Abschlägen oder Pension zum Regelpensionsalter werde die Lage weiter verschärfen - konkret werden dadurch laut AK-Berechnungen zusätzlich 140.000 Menschen Arbeit brauchen, während gleichzeitig bereits 260.000 Menschen auf Arbeitssuche sind und die Arbeitslosigkeit gerade bei den Älteren stark steigt. "Da brauchen wir eine gerechte Pensionsreform - und nicht die, die die Regierungskoaltion beschlossen hat", kritisiert Tumpel die Regierung. "Daran ändert auch der heutige Spruch der Verfassungsrichter nichts."

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