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Ungarns historische Weinregionen: Balatonfüred-Csopak & Balaton-Felvidék (Nordufer)

Wien (OTS) - Die an das Weinbaugebiet von Badacsony angrenzenden Regionen Balatonfüred-Csopak (2827 ha) und Balaton-Oberland (2540 ha) sind ebenfalls vorwiegend Weißweingebiete. Die Sorten sind ähnlich -Welschriesling, Rheinriesling, Riesling-Sylvaner, Muskateller und Traminer. Die Unterschiede ergeben sich aus den jeweiligen besonderen Bodenbeschaffenheiten der einzelnen Anbaugebiete, die den Weinen ihren charakteristischen Geschmack verleihen, sodaß Kenner sie leicht unterscheiden und den einzelnen Anbaugebieten zuordnen können.

Die Weine des Gebietes Balatonfüred-Csopak sind feuriger und kerniger als jene aus Badacsony. Hierher gehört historisch auch die Halbinsel Tihany, wo die einzigen Rotweine am Nordufer kultiviert werden, hauptsächlich Merlot und Pinot Noir, aber auch Zweigelt und Cabernet Franc. Insbesondere der Merlot aus Tihany ist Weinkennern ein Inbegriff von Güte und Qualität. Den typischen Geschmack erhalten die Weine von Balatonfüred-Csopak vom roten Sandsteinboden. Einige Winzer dieses Gebietes haben sich zur Weinstraße Balatonfüred-Csopak zusammengeschlossen und bieten ein reiches touristisches Programm rund um den Wein (H-8228 Lovas, Fö út 18, Tel./Fax: 0036/87/447694).

Zum angrenzenden Weinbaugebiet Balaton-Oberland (Balaton-Felvidék) zählen die geschützten Hügel von Aszófö, aber auch die Weine aus dem Káli-Becken und aus Tapolca. Die Böden werden bestimmt von Kalkstein und Mergel, die Weine sind mild und vollmundig, mit intensivem Fruchtgeschmack, in dem man die Sonne förmlich schmeckt.

Touristisch haben diese beiden Gebiete eine große Vielfalt zu bieten. Abgesehen von den romantischen Ufern des See, der hier etwas tiefer als am Südufer und eher für Schwimmer geeignet ist, ist vor allem das Hinterland höchst interessant.
Der Nationalpark Balaton-Oberland grenzt unmittelbar an das Nordufer und erstreckt sich bis zum Bakony-Gebirge. Er ist geprägt von waldreichen Gebirgen, vulkanischen Basaltkegeln, bizarren Felsformationen und ausgedehnten Höhlensystemen, sowie weiten Becken, die fast alle auf die letze Eiszeit zurückgehen. Dementsprechend finden sich auch in der Pflanzenwelt einige Überreste aus dieser Periode, die nur mehr vorkommen. Dazu gehören etwa die Mehlprimel, der Pelzfarn oder der Ungarische Bergfenchel. Die Tierwelt umfaßt etwa 100 geschützte Arten, unter anderem die Zwergohreule. Die Wunder der Natur des Nationalsparks können individuell auf gut beschilderten Wanderwegen oder auch im Rahmen organisierter Touren erlebt werden. Eine Besonderheit ist das Káli-Becken, nur 15 Autominuten vom Balaton entfernt, mit einem der eindrucksvollsten Naturdenkmälern, dem Steinernen Meer.

Kulturell ist die nahe Stadt Veszprém, die Stadt der Königinnen, ein absolutes Muß. Unweit davon liegt Nemesvámos, wo 1906 die Überreste einer einzigartigen römischen Villensiedlung mit über 35 Haupt- und etwa 100 Nebengebäuden und vollständig erhaltenen Mosaiken entdeckt wurde. Auch die berühmte Porzellan-Manufaktur Herend ist nicht weit entfernt und unbedingt einen Besuch wert.
Informationen: Ungarisches Tourismusamt, Region Balaton. H-8230 Balatonfüred, Blaha L. u. 2, Tel.: 0036/87/342801, Fax:
0036/87/342871, rmibalaton@hungarytourism.hu, Ínternet:
http://www.balaton-tourism.hu

Rückfragen & Kontakt:

Ungarisches Tourismusamt
Tel.: (++43-1) 585 20 12-13
Fax: (++43-1) 585 20 12-15
ungarn@ungarn-tourismus.at
http://www.hungarytourism.hu oder
http://www.travelport.hu

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