Neues Volksblatt" Kommentar: "Zugpferd?" (Von Walter Salzmann)

Ausgabe vom 27. Juni 2003

Linz (OTS) - Jörg Haiders Rückkehr an die Spitze der FPÖ ist nur noch eine Frage der Zeit. Die Feststellung des Kärntner Landeshauptmanns, dass Herbert Haupt nur noch den Zeitpunkt bestimmt, lassen keinen Zweifel daran.
Der Vizekanzler und noch amtierende Parteichef der Blauen ist zu bedauern. Haupt wird von Haider und seinen Anhängern zunehmend zum Popanz degradiert. Die jüngsten Vorgänge im Bundesrat haben gezeigt, dass Haider in großen Teilen der FPÖ bereits das Kommando übernommen hat. Neben der Haider-Fraktion im Bundesrat kann sich der Bärentaler auch der Gunst der meisten FPÖ-Länderchefs erfreuen. Sie zittern allesamt den nächsten Urnengängen entgegen und sehen in Haider den Garant dafür, nicht noch weiter abzustürzen.
Die Hoffnung dürfte trügerisch sein. Haider ist längst nicht mehr der, der er einmal war. Der "Bin schon weg, bin wieder da"-Unterhalter hat nicht nur ein Glaubwürdigkeits-, sondern auch -nicht erst seit dem Umgang mit Riess-Passer - ein Imageproblem.
Wer wie Haider Parteifreunde und gewählte Parteichefs kalt stellt oder kalt stellen lässt und sie öffentlich demütigt, um sich selbst in den Vordergrund zu spielen, kann wahrlich nicht mehr als politisches Zugpferd bezeichnet werden.

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