Internationale Rechnungslegungs Standards und ihre erstmalige Anwendung geregelt

KPMG begrüßt die Entscheidung

Wien (OTS) - Anläßlich der Eröffnung der heurigen KPMG Fachkonferenz, die sich mit Themen der Internationalen Rechnungslegung beschäftigt, erklärte Helmut Kerschbaumer, Leiter des IAS Desk der KPMG in Österreich zu den vom International Accounting Standards Board (IASB) veröffentlichten Regeln für die erstmalige Anwendung der International Financial Reporting Standards (IFRS 1):
"Die neuen Regeln werden den Unternehmen die Einführung der IFRS erleichtern. Zu begrüßen ist vor allem, dass jetzt nicht mehr vorgeschrieben wird, die IFRS in allen Bereichen rückwirkend anzuwenden".

IFRS 1 stellt den ersten wichtigen Schritt für etwa 7000 Unternehmen in Europa dar, die 2005 auf IFRS umstellen müssen. Der neue Standard fordert von den Unternehmen, zu Beginn der frühesten, im ersten IFRS-Abschluss offen gelegten Vergleichsperiode eine Eröffnungsbilanz zu erstellen; für viele Unternehmen wird dies der 1. Januar 2004 sein. Als Konsequenz daraus müssen zumindest für ein Geschäftsjahr sowohl IFRS-Zahlen als auch solche des bisherigen Rechnungslegungssystems (z.B. HGB oder US-GAAP) ermittelt und offen gelegt werden. KPMG empfiehlt den Unternehmen, die IFRS schon in 2004 parallel zu den existierenden Rechnungslegungsmethoden einzuführen. Gegebenenfalls ist es sinnvoll, für einen begrenzten Zeitraum eine systemtechnische Übergangslösung zu schaffen, bis das EDV-Umfeld und die Geschäftsprozesse an die IFRS angepasst sind. Weiterhin hält KPMG es für ratsam, dass die Unternehmen schon jetzt aktiv an Kommunikationsstrategien arbeiten. Vorstand, Aufsichtsräte bzw. Bilanzausschüsse, Analysten und auch die Kapitalmarktteilnehmer sollten frühzeitig über Art und Ausmaß der Änderungen informiert werden.

"Die Hinweise des IASB zur Anwendung von IFRS 1 werden Unternehmen helfen, wenn sie von der nationalen Rechnungslegung zu IFRS wechseln. Dennoch ist viel zu tun. Insbesondere darf die Bedeutung der Aufstellungserleichterungen im Hinblick auf die mögliche Komplexität und Dauer von Umstellungsprojekten nicht überschätzt werden", so Helmut Kerschbaumer. "Selbst wenn einzelne IFRS nur prospektiv anzuwenden sind, bleibt das Problem, dass neben den weiterhin erforderlichen Einzelabschlüssen nach HGB und den Abschlüssen zur steuerlichen Gewinnermittlung ein zusätzlicher Konzernabschluss nach IFRS erstellt werden muss. Die dafür erforderlichen Systemvoraussetzungen müssen trotz der Erleichterungen geschaffen werden."

Der Übergang Richtung IFRS wird börsennotierten europäischen Unternehmen die Möglichkeit bieten, einen größeren Vorteil aus den effizienten globalen Finanzmärkten zu ziehen.

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