Kronberger: Glawischnigs Plädoyer für Gaskraftwerk unverständlich

Gaskraftwerk kein ökologischer Ersatz für 380-kV-Leitung

Wien, 2003-06-26 (fpd) - Verwunderung äußert FPÖ-EU-Abgeordneter und Energieexperte Dr. Hans Kronberger über das Plädoyer der grünen Bundessprecherin Eva Glawischnig für ein 400-MW-Gaskraftwerk im Süden Österreichs als Alternative für die vom Verbund geplante 380-kV-Leitung. "Der Bau von Gaskraftwerken ist aus Umweltsicht ein gigantischer Rückschritt", mahnt Kronberger. ****

Kronberger: "Auch wenn Gas bei der Verbrennung bessere CO2-Werte als Öl und Kohle hat, ist Gas in der Gesamtbilanz ein ökologisch absolut unvertretbarer Rohstoff."

Der Abgeordnete verweist auf den enormen Energieaufwand, der für den Gastransport von Sibirien nach Österreich notwendig sei. "Bereits bei der Förderung und zusätzlich beim Transport entweichen große Mengen an Methan, das ca. dreißigmal umweltschädlicher als CO2 ist."

Überdies sei zu bedenken, daß Gas nicht nur eine endliche Ressource, sondern auch - aufgrund der Koppelung von Gas- und Ölpreis - eine ökonomisch unberechenbare Primärenergie sei.

Angesichts der technologischen Fortschritte im Bereich Erneuerbarer Energieträger sei der Neubau von Gaskraftwerken heute nicht mehr zu verantworten, so Kronberger abschließend. (Schluß)

Rückfragen & Kontakt:

Büro MEP Hans Kronberger
Mag. Anne-Catherine Simon, Tel. 01/40110-5891

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NFC0002