Wirtschaftsparlament befasste sich mit breiter Palette von Anträgen und Anfragen

Leitl: WKÖ-Pensionsmodell amortisiert sich in fünf Jahren

Wien (PWK 422) - Die Tagung des Wirtschaftsparlaments ging Donnerstag mittag mit der Abstimmung über rund zwanzig, aktuelle Themen betreffende Anträge sowie mit der Diskussion über vier Anfragen von Delegierten (Vorlageberichte) zu Ende. Die Palette der Anträge und Anfragen reichte von der Freizeitunfallversicherung für Arbeitnehmer über die Nahversorgung bis zum Pensionsmodell der WKÖ.

Angenommen wurden u.a. Anträge über eine verpflichtende Freizeitunfallversicherung für Arbeitnehmer (volle Erstattung des Entgelts bei Arbeitsunfällen sowie Abgeltung der tatsächlichen Behandlungskosten an die AUVA), über bundeseinheitliche Rahmenbedingungen für die Raumordnung (steuerliche Lenkungsmaßnahmen für überregionale Einkaufszentren im Interesse der Nahversorgung), über die Beibehaltung der AUVA als System zur Prävention und Rehabilitation, über ein rasches Vorantreiben der Verhandlungen zum GATS, weiters über die Harmonisierung der KV-Beiträge, die Stärkung des Industriestandortes und die Einforderung der für 2005 durch die Steuerreform versprochenen Entlastungen. Zustimmung fanden weiters die Forderung ein Pfandsystem für Getränkedosen in Österreich abzulehnen, sowie der Antrag auf Steuererleichterungen bei Investitionen in die Baudenkmalsanierung.

Mehrheitlich bis einstimmig abgelehnt wurden u.a. Anträge zur Ladenöffnung (WKÖ und Landeskammern sollen auf die Landeshauptleute in Richtung einer Beibhaltung der "alten" Öffnungszeiten einwirken) sowie auf Wiedererrichtung eines Staatssekretariats für den Tourismus.

Bei einer Diskussion über das WKÖ-Pensionsmodell hielt Generalsekretär Christian Domany fest, dass nach ausführlichen internen Beratungen drei Modelle entwickelt wurden, unter denen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern wählen konnten. 216 Beschäftigte machten bisher von einer der Möglichkeiten Gebrauch, 90 weitere Personen überlegen noch. Die Kosten für die Umsetzung der Pensionsmaßnahmen bezifferte Domany für das Jahr 2002 mit 10,7 Millionen Euro.

Wie Präsident Christoph Leitl abschließend feststellte, ging es bei den Pensionsmodellen darum, trotz des angestrebten Personalabbaus die Unternehmenskultur zu erhalten. Man wollte keinesfalls "blaue Briefe durch die Gegend schicken". Leitl betonte, dass keinerlei öffentliche Mittel in Anspruch genommen wurden. Die Amortisationszeit für die Personalmaßnahmen gab Leitl mit fünf Jahren an: "Unsere Investitionen kommen nach fünf Jahren ins Verdienen". (hp)

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