S 6 Semmering Schnellstraße - Verkehrsfreigabe Umfahrung Spital/S.

Semmering (OTS) - In Anwesenheit zahlreicher politischer
Prominenz, allen voran Infrastrukturminister Hubert Gorbach, findet heute der offizielle Festakt für die morgige Verkehrsfreigabe der Umfahrung Spital/S. im Zuge der S 6 Semmering Schnellstraße statt.

Infrastrukturminister Hubert Gorbach: "Ein Fünftel der gesamten Investitionen des Jahres 2003, immerhin knapp eine Milliarde Euro, fließt in den Neubau oder in die Sanierung des hochrangigen Straßennetzes in der Steiermark. Damit erreichen wir eine deutliche Aufwertung der südlichen Bundesländer als Wirtschaftsstandort, was gerade angesichts der Eu-Erweiterung entscheidend ist.

Der zweiröhrige Tunnel Spital bietet auf 2,5 Kilometer höchste Sicherheits-standards, die im Europavergleich vorbildlich sind. Die vom Verkehrsministerium vor zwei Jahren eingesetzte Tunnelkommission hat den Tunnelcheck durchgeführt, der unter anderem die Simulation eines Tunnelbrandes beinhaltet. Ein Check, der in Zukunft bei allen neuen oder sanierten Tunnels österreichweit durchgeführt werden soll."

Die rd. 7,8 km lange Umfahrung Spital/S. umfasst den Abschnitt Spital/S. bis zum Ganzsteintunnel Ostportal, darunter den 2,5 km langen Tunnel Spital. Die gesamte Strecke ist vollausgebaut, also vierstreifig im Freiland bzw. zweiröhrig im Tunnel. Dadurch entfällt sowohl der gefürchtete "Nadelöhr-Effekt" als auch die unangenehme Blendung im Tunnel durch entgegenkommende Fahrzeuge.

ASFINAG-Vorstandsdirektor Dipl.-Ing. Franz Lückler: "Mit der Fertigstellung des Abschnittes Spital/S - Ganzsteintunnel Ost wird die Gemeinde Spital/S, rechtzeitig zu Ferienbeginn, vom Durchzugsverkehr und damit verbunden vom Lärm wesentlich entlastet. Parallel dazu laufen die Bauarbeiten im Bereich der Umfahrung Semmering sowie der Vollausbau Kindberg - St. Marein auf Hochtouren, sodass im Herbst 2004 die Semmeringquerung durchgehend voll ausgebaut sein wird."

Modernste sicherheitstechnische Ausrüstung

Im Tunnel Spital sind alle Aspekte der Steuerung der tunnelspezifischen Infrastruktur dem neuesten Stand der Technik entsprechend realisiert. So unter anderem:

- Kein "Schilderwald" bei den Tunnelvorplätzen, bei Dunkelheit sind diese beleuchtet

- Portalabsicherung mittels Leitwänden und Aufpralldämpfer

- Doppelt so helle Beleuchtung im Tunnel wie bisher, alle Leuchten sind erstmals stufenlos regelbar

- Die Fahrbahn ist als Betondecke ausgeführt

  • Drei befahrbare Querschläge als Verbindungsstollen in die andere Tunnelröhre für alle Einsatzfahrzeuge und für allfällige Verkehrsumlegungen
  • Alle 250 m befindet sich eine begehbare Notrufnische (insgesamt neun/Tunnelröhre)

- Durchgehende Brandmeldesensorik im Tunnelfahrraum

  • Durchgehende Überwachung mittels TV-Kameras (gesteuert über die Tunnelwarte Mürzzuschlag) mit lückenloser Bildaufzeichnung und automatischer Stauerkennung (ohne Induktionsschleifen)
  • Tunnelfunk für die Einsatzkräfte, die Erhaltung sowie Verkehrsfunkversorgung
  • Durchgehende, hell reflektierende Beschichtung über eine Höhe von viereinhalb Meter

- Bordsteinreflektoren am linken und rechten Fahrbahnrand

- Verbesserte Fluchtwegkennzeichnung

- Sicherheitsstromversorgung für die Notbeleuchtung, Fluchtwegorientierungs-beleuchtung sowie für die Fernwirk-Steuer- und Überwachungsanlagen.

Verkehrsfreigabe Spital/S - Ganzsteintunnel Ost: 27. Juni 2003 Gesamtkosten: netto rd. Euro 150 Mio, davon Tunnelröhre: ca. Euro 115 Mio.(In den Gesamtkosten enthalten: Planung, Bau, Projektmanagement und Preisgleitung).

Die Finanzierung erfolgt über die Maut- und Vignettenerlöse der ASFINAG.

Rückfragen & Kontakt:

Mag. Anita Oberholzer
Pressesprecherin ASFINAG
Tel.: 0664 1022363

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