Prets: EU-Agrarreform nur bedingt erfolgreich

Teilentkoppelungen bringen wenig Verwaltungsvereinfachung

Wien (SK) "Mit der jetzigen Einigung zur EU-Agrarreform werden zwar einige wichtige Schritte getan, aber im Endeffekt bleiben die Ergebnisse doch recht deutlich hinter den ursprünglichen Vorschlägen von Franz Fischler zurück." So lautet das Resümee von Christa Prets, SPÖ-Europaabgeordnete und Mitglied im Ausschuss für Landwirtschaft und ländliche Entwicklung, zum nun erzielten Kompromiss. Sie sei mit den Ergebnissen des Landwirtschaftsrates in Luxemburg "nur bedingt zufrieden". ****

"Die Entkoppelung der Förderungen von der Produktion wird zwar kommen, aber in wichtigen Bereichen wie etwa Rindfleisch und Getreide liegt die Entscheidung darüber in den Händen der Mitgliedstaaten." Und für Österreich, so Prets weiter, habe Landwirtschaftminister Pröll eine freiwillige Entkoppelung im Rinderbereich bereits ausgeschlossen. "Dass Fischler dennoch vom Beginn einer neuen Ära spricht, halte ich deshalb für übertrieben optimistisch." Vor allem die versprochene Verwaltungsvereinfachung sei angesichts der zahlreichen Teilentkoppelungen nicht zu erwarten. Für Konsumenten und Steuerzahler seien die Agrarsubventionen nicht transparenter geworden.

"Auch die Umschichtung von Mitteln in die Förderung des ländlichen Raums hätte aus meiner Sicht früher und in einem größeren Ausmaß beginnen sollen. Darüber hinaus wurde leider die cross compliance, also die Bindung der Förderungen an die Einhaltung von Umwelt- und Tierschutznormen stark abgeschwächt", zeigt sich Prets enttäuscht. (Schluss) se/mm

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