Grünewald: Gehrer verfaxt unrealistische Budgetzahlen an Unis

Unis benötigen Mittel für Umsetzung der Uni-Reform

Wien (OTS) "Es ist skandalös, wie Ministerin Gehrer mit den Universitäten umgeht", kritisierte heute Kurt Grünewald, Wissenschaftssprecher der Grünen, die ministerielle Vorgangsweise rund um die Budgetierung der Universitäten. "Die Abdeckung der mit 1. Juli 2003 wirksamen Gehaltserhöhung und die Finanzierung der zusätzlichen Kosten, die durch die Implementierung des Universitätsgesetz 2002 entstehen, sind nach wie vor nicht geklärt. Die Unis werden von der Ministerin per Fax über Budgetzahlen informiert, die weder nachvollziehbar noch realistisch sind. Laut den angeführten Zahlen können die von der Regierung beschlossenen Reformen nicht sinnvoll umgesetzt werden", so Grünwald. Anstatt an Lösungen zu arbeiten, richte Gehrer via Pressekonferenz den Unis patzig aus, dass ihr das ständige Jammern auf die Nerven gehe. "Sie lässt damit die Unis einfach im Regen stehen", bemängelte Grünewald.

Mehrere Universitäten drohten bereits damit, dass sie aufgrund der Ressourcenknappheit vor allem die Lehre, aber auch die Forschung im Herbst massiv zurückfahren müssten. "In Graz spricht man sogar von notwendigem Personalabbau, um keine Schulden machen zu müssen. Gehrer muss dringend handeln und die Verantwortung dafür übernehmen, dass es nicht soweit kommt", so Grünewald. Grünewald verlangt die sofortige Bereitstellung der von den Universitäten benötigten Mittel für die Umsetzung des Universitätsgesetzes einerseits und für die Aufrechterhaltung der guten Qualität von Forschung und Lehre andererseits.

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