Erste Stellungnahme der Freiheitlichen Bauernschaft zum Abschluss der Verhandlungen in Brüssel

Agrarsprecher NRAbg. DI Uwe Scheuch hofft auf ein positives Ergebnis für Österreich

Wien (26.06.03) Der freiheitliche Agrarsprecher, NRAbg. DI Uwe Scheuch nahm heute zum Abschluss der Verhandlungen einer neuen Agrarreform in Brüssel Stellung: "Ich hoffe, dass sich BM Pröll in Brüssel mit unseren Forderungen durchgesetzt hat, denn für die österreichischen Bäuerinnen und Bauern ist eine gute Reform für das Überleben essentiell notwendig."

Die zwei wichtigsten Forderungen von Seiten der Freiheitlichen Bauernschaft waren die Verminderung von Förderungskürzungen bis zu einer Höhe von € 15.000,-- Gesamtjahresförderung und die Schaffung von mehr Spielraum für den einzelnen Betrieb. "Durch die teilweise Entkoppelung der Förderungen scheint der zweite Punkt erfüllt zu sein. Man wird die Ergebnisse aber erst genau analysieren müssen, bevor eine endgültige Einschätzung erfolgt", so Scheuch.

Sehr kritische Worte fand Scheuch für den Verhandlungsstil und den Zeitdruck, wie hier gearbeitet wurde. "So wichtige Entscheidungen müssen in aller Ruhe und ohne Termindruck verhandelt werden", gibt Scheuch zu bedenken und er warnte vor übereilten Entscheidungen. "Für mich persönlich ist es bedenklich, solche wichtigen Verhandlungen unter solchen Zeitdruck zu führen, da die Konzentration der Verhandelnden sicherlich leidet", führte Scheuch weiter aus. Im Interesse der heimischen Bäuerinnen und Bauern darf es keine Rolle spielen, zwei oder drei Tage länger zu verhandeln, denn das Ergebnis entscheidet über die Qualität der Reform und nicht der Zeitpunkt!

Laut Scheuch wird sich die Freiheitliche Bauernschaft am kommenden Wochenende im Zuge einer Klausur in Salzburg mit den Ergebnissen aus Brüssel beschäftigen.
"Ein bisschen Enttäuscht bin ich auch über die mangelnde Einbindung der FPÖ in die Verhandlungen. Als Koalitionspartner hätte man uns zumindest im Vorfeld besser einbauen müssen! Aber wir werden daraus lernen, dass wir für die ÖVP nur dann interessant sind, wenn sie uns brauchen!", so Scheuch abschließend.

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