Neue Bezirksvorsteherin vom Alsergrund Martina Malyar: "Neun Projekte für den Neunten"

Bezirkspolitik ist mehr als nur Verkehrspolitik

Wien (SPW-K) - Martina Malyar, die neue Bezirksvorsteherin für den 9. Wiener Gemeindebezirk und Mag. Albert Slavik, Bezirksvorsteherin-Stellvertreter, stellten heute Donnerstag in der S-Bar des Schauspielhauses die Leitsätze ihrer Politik für den Alsergrund vor. Zunächst dankte Malyar ihrem Amtsvorgänger, Alt-BV Hans Benke, für dessen Arbeit. Er habe durch seine Politik in den vergangenen zwölf Jahren den Bezirk maßgeblich geprägt, so Malyar:
"Sichtbare Ergebnisse seiner Arbeit sind unter anderem das neue Leben im Bezirk - etwa durch die Öffnung des Unicampus Altes AKH, kulturelle Impulse wie z.B. durch die Summer Stage oder auch mehr Mitbestimmung für BürgerInnen mit der Lokalen Agenda 21. ****

"Der Neunte ist anders als vor zehn Jahren: spürbar besser, spürbar lebenswerter, lebendiger und interessanter", so Malyar. Sie wolle diesen Weg weiter beschreiten und stehe für Gesprächsbereitschaft mit allen demokratischen politischen Parteien und Organisationen. "Ich bin eine Bezirksvorstheherin für alle und will mit allen zusammenarbeiten!"

Sozialplattform für den Alsergrund

Es gehe ihr um alle Themen, die das Leben betreffen:
"Bezirkspolitik ist mehr als Verkehrspolitik - dazu zählen auch Kultur, Soziales, Gesundheit und Soziales als essentielle Bereiche des Lebens." Sie habe ein offenes Ohr für Anliegen und Anregungen auch für jene, die nicht laut auf sich aufmerksam machen können, betonte Malyar, die ein besonderes Augenmerk auf die sozial Schwächeren legen will.

Eine soziale Gesellschaft biete Platz für Vielfalt in der Gemeinschaft, ist die neue Bezirksvorsteherin überzeugt: "Menschen mit besonderen Bedürfnissen sollen deshalb eine Sozialplattform im Bezirk bekommen." Dazu will Malyar alle Institutionen, die mit sozialen Fragen zu tun haben, an einem Tisch zusammen führen - der Start ist für September 2003 geplant. "Ich habe Respekt vor dem Menschen, unabhängig von Alter, Geschlecht, Religion. Ganz besonders in Zeiten, in denen nicht alle Politiker die nötige Demut vor ihrem Amt erkennen lassen. Und in Zeiten, in denen sich Politiker weniger fragen, ob sie in die Schuhe ihrer großen Vorgänger hineinpassen, als vielmehr, wieviel Rabatt sie für diese Schuhe bekommen."

Mehr Demokratie

Sie wolle aber auch die Demokratie weiterentwickeln, so Malyar. "Die Gesellschaft und Jugendliche sollen auf "Wählen mit 16" vorbereitet werden und zum Wahlrecht für Menschen mit Migrationshintergrund umfassende Information und Diskussion angeboten werden. Als Modell für Bürgerbeteiligung solle die Lokale Agenda 21 ausgebaut und auch die Gebietsbetreuung weiter gefördert werden. Viele Fragen und Probleme könnten sinnvoll nur wienweit oder überregional gelöst werden: "Der Alsergrund ist keine Insel - er ist ein Teil Wiens und der Ostregion Österreichs. Das Florianiprinzip in der Politik ist Schnee von gestern, es geht um gemeinsame und übergreifende Lösungsstrategien" so Malyar. "Managen statt ausgrenzen ist gefragt!"

Dem neuen Bezirksvorstehr-Stellvertreter, Mag. Albert Slavik, der für Bauen, Budget und Planung zuständig sein wird, sagte Martina Malyar ihre volle Unterstützung zu.

Zwtl. Neun Projekte für den Neunten

Malyar und Slavik präsentierten abschließend "Neun Projekte für den Neunten": Die Sozialplattform ist eines davon. Malyar will den Vorschlag der Gebietsbetreuung nach Vernetzung der Sozialplattformen der Josefstadt und des Alsergrunds zu einem Regionalforum aufgreifen. Bei neuralgischen Verkehrspunkten des Bezirks, wo es offene Fragen und Probleme gibt, sollen gemeinsam mit ExpertInnen, der Bevölkerung und Betroffenen - auch in Zusammenarbeit mit den Nachbarbezirken und der Stadt Wien - Lösungen gefunden werden. Weiters soll ein virtuelles Netz von Frauen für Frauen am Alsergrund entstehen, um den Bewohnerinnen das Leben im Bezirk noch angenehmer und leichter zu machen. Mit der Garage Bauernfeldplatz sollen 199 Autoabstellplätze vorrangig für die AnrainerInnen geschaffen werden. In einem neu erbauten Forschungsinstitut des St. Anna Kinderspitals sollen zeitgemäße Standards die Herstellung und Bearbeitung von überlebenswichtigen Stammzellen für die Rettung krebskranker Kinder ermöglichen.

Martina Malyar wurde am Mittwoch, dem 25. Juni, mit allen Stimmen der Bezirksvertretung des 9. Wiener Gemeindebezirks zur Bezirksvorsteherin des Alsergrunds gewählt. Mag. Albert Slavik mit allen Stimmen zum Bezirksvorsteherin-Stellvertreter. (Schluss)

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