WKÖ-Vizepräsident Krenn: Sozialpartnerschaft neu überdenken

Wien (OTS/RFW) "Die Budgetbegleitgesetze und die Pensionsreform waren die Themen schlechthin im ersten Halbjahr 2003", so Matthias Krenn, WKÖ-Vizepräsident und stellvertretender Bundesobmann des Ringes Freiheitlicher Wirtschaftstreibender (RFW) heute bei einer Pressekonferenz in der Wirtschaftskammer. Und auch der Herbst wird laut Krenn ganz im Zeichen der Harmonisierung der Pensionssysteme stehen.

"Schon die letzten paar Monate waren eine große Herausforderung und auch eine Belastungsprobe für die Sozialpartnerschaft", merkte Krenn an und weiter, "wenn ich mir die Aussagen des ÖGB Präsidenten Verzetnitsch und seiner Gefolgschaft bezüglich den Lohnverhandlungen im Herbst so vergegenwärtige, so wird sich die Beziehung zwischen den Sozialpartnern sicherlich auch im Herbst nicht wesentlich verbessern", ist Krenn überzeugt.

Verzetnitsch hatte bekanntlich damit gedroht die anscheinenden Verluste durch die Pensionsreform mit überhöhten Forderungen bei den Kollektivvertragsverhandlungen wieder wett zu machen: "Das ist eine Unverfrorenheit sondergleichen", so Vizepräsident Krenn vor Journalisten, "die Wirtschaft musste schon die Streiks gegen die Regierung büßen und jetzt auch noch diese Drohungen hinsichtlich einer Erhöhung der Kollektivverträge."
Krenn fordert daher, werden diese Drohungen war gemacht, ein Überdenken der bisherigen Sozialpartnerschaft, denn: " Eine Partnerschaft sieht für mich anders aus."

Es kann nicht sein, dass die heimischen Unternehmer der Lastesel der Republik sind und für etwas bestraft werden, wofür sie absolut nichts können: "In Zeiten wo es der Wirtschaft schlecht geht und die Wachstumszahlen immer wieder nach unten revidiert werden müssen, dürfen die Wirtschaftstreibenden nicht zusätzlich belastet werden. Der ÖGB und allen voran Verzetnitsch müssen sich im Klaren darüber sein, dass eine Erhöhung der Kollektivlöhne auf jeden Fall wichtige Arbeitsplätze kosten könnten", so Krenn.

ÖGB und AK müssen mit solchen Maßnahmen auch die Verantwortung übernehmen die Wettbewerbsfähigkeit und den Wirtschaftsstandort Österreich als solchen zu gefährden: "Und dies alles vor dem Hintergrund eines rückläufigen Wirtschaftsoptimismus im Hinblick auf die EU-Osterweiterung", schließt Vizepräsident Matthias Krenn.

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