Gorbach: Moderne Strukturen für die Forschungsförderung

Rechnungshof-Rohbericht empfiehlt eine Forschungsförderungs-GesmbH

Wien (OTS) - "Der Rat für Forschung und Technologieentwicklung,
die Industrie und aktuell auch der Rechnungshof - alle sind sich einig, dass restrukturiert werden muss. Der Rechnungshof-Rohbericht regt deutlich an, unter anderem die beiden Fonds in einer übergeordneten Organisationseinheit wie zum Beispiel in einer GesmbH zusammenzuführen.Es kann nicht sein, dass schon auf erste Überlegungen hin ein empörter Aufschrei der Forscher die Antwort ist", erklärte Infrastrukturminister Hubert Gorbach am Mittwoch.

"Prinzipiell ist für mich eines klar: Die Autonomie bei der Vergabe der Fördermittel hinsichtlich der Grundlagenforschung muss unangetastet bleiben", so Gorbach auf den Vorwurf, dass die Forschungsfreiheit durch die neue Struktur ausgehöhlt oder untergraben werden solle. Das bedeute natürlich auch, dass die Grundlagenforschung auch weiterhin über ein eigenes Budget verfügen solle, so Gorbach.

"Österreich benötigt eine international ausgerichtete, effiziente Forschungsförderungsstruktur. Seit 10 Jahren wird von der Reorganisation geredet, jetzt ist es Zeit zu handeln. Ich bin fest entschlossen, in meinem Bereich die Förderstrukturen zu einer einheitlichen, effizienten Organisation zursammenzuführen", sagte Gorbach.
Dies sei ein Prozess, in welchen er alle erfahrenen Köpfe einbinden wolle. Unter anderem auch den langjährigen FPÖ-Wissenschaftssprecher Martin Graf, der seine Erfahrungen und Vorschläge in den Dialog genauso einbringe wie andere Berater. An eine operative Einbindung seiner Person in eine neue Organisationsstruktur sei - entgegen anderslautender Meldungen- nicht gedacht.

Die Ergebnisse des Rechnungshof-Rohberichtes und die Zwischenergebnisse der internationalen Evaluierung würden laufend in die Entwicklung der Restrukturierung eingearbeitet.
"Wir müssen uns daran erinnern, wem die staatliche Forschungsförderung letztlich nützen soll: dem Forscher, also dem Fördernehmer, und nicht den einzelnen Förderorganisationen. Das ist die Zielrichtung der Reorganisation: Weniger Bürokratie (one-stop-shop-Prinzip), gesicherte Finanzierung und mehr Effizienz", schloss Gorbach. (schluß bxf)

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