Kärnten zählt zu den innovativsten, dynamischsten Regionen

Optimistischer Ausblick auf Kärntens Wirtschaftsentwicklung - LH Haider, LHStv. Pfeifenberger und IHS-Chef Felder bekräftigen Kärnten als "Zukunftsstandort"

Klagenfurt (LPD) - Kärntens Wirtschaftsstruktur habe sich erstaunlich gebessert und diese positive Entwicklung in Richtung High-Tech-Bereich, Hochtechnologie und Innovation sei weiter voranzutreiben, betonte heute Professor Bernhard Felderer, Chef des Instituts für Höhere Studien, in einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Landeshauptmann Jörg Haider und Wirtschaftsreferent LHStv. Karl Pfeifenberger in der Lakeside Strandbar in Reifnitz am Wörther See. Die Pressekonferenz unter dem Motto "Zukunftsstandort Kärnten" wolle über die wirtschaftliche Entwicklung und Zukunftsperspektiven Auskunft geben, betonte der Landeshauptmann und wurde darin bestätigt, dass Kärnten auf dem richtigen Weg sei und weiter zulegen könne.

Konjunktur sei kurzfristig, die exakten Daten von 2001 und 2002 der Österreich-Statistik (ÖSTAT) würden noch gar nicht vorliegen. Wichtig sei daher die längerfristige Perspektive und diese gebe zu Optimismus Anlass, so Felderer. Kärnten sei genau so industrialisiert wie andere Bundesländer. Diese Entwicklung habe sich vor allem in der New Economy vollzogen, was sehr positiv sei. Die saisonalen Beschäftigungsschwankungen seien deutlich geringer geworden, die Arbeitslosigkeit zurückgegangen, die Beschäftigung habe zugenommen, bilanzierte Felderer. Was den Anteil der Beschäftigten gegenüber den Gesamtbeschäftigten im Hinblick auf High-Tech-Dienstleistungen betreffe, so liegt Kärnten auf Platz vier nach Wien, NÖ und OÖ.

Im Bereich Elektrotechnologie, Information und Kommunikation ist Kärnten hinsichtlich seines Beschäftigtenanteils überhaupt führend in Österreich und kann sich im Vergleich mit Regionen wie Oberbayern, Berlin, Piemont und anderen durchaus sehen lassen.

Im Hochtechnologiebereich ist Kärnten die Nummer zwei hinter Wien, was den Anteil der Beschäftigten anlangt. Auch hier hält Kärnten den Vergleichen mit ganz starken Regionen wie Brüssel, Düsseldorf, Lüttich, Hamburg usw. bestens stand.

Bei den High-Tech-Patentanmeldungen liegt Kärnten an dritter Stelle in Österreich, bezogen auf die Einwohnerstärke ist es sogar führend (vor Wien). Im High-Tech-Bereich werde es künftig Wachstum geben, ist Felderer überzeugt. Mehr Optimismus sei daher angebracht. Zu großen Problemen in Europa werde allerdings die allgemeine demografische Entwicklung führen, meinte der Wirtschaftsforscher.

Der Landeshauptmann unterstrich, dass Kärnten auf der Skala der innovativsten Regionen unter 148 EU-Regionen auf Platz 23, knapp hinter Wien und vor allen übrigen Bundesländern liege. Was die öffentlichen Forschungs- und Entwicklungsausgaben anlangt, so nimmt Kärnten den Spitzenplatz ein. Private Firmen sollten die diesbezüglichen Möglichkeiten noch stärker nützen. Kärnten investierte vor allem in die Ausbildung auf allen Ebenen. Der Landeschef sagte, 1999 habe es nur eine Schule mit IT-Schwerpunkt (22 Schüler) gegeben, heute gebe es 168 solcher IT-Klassen, über 3000 Schüler seien in dieser Ausbildung, was für den Fachkräftenachwuchs von zentraler Bedeutung sei. An die 1000 Schüler bzw. Absolventen pro Jahr würden für den IT-Bereich benötigt werden. Weiters hob Haider den in Aufbau begriffenen Lakeside-Softwarepark nahe der Uni Klagenfurt als größtes Technologieprojekt Österreichs sowie die fast abgeschlossene Vernetzung aller Pflichtschulen und die Landesfinanzierung neuer technikorientierter Lehrstühle bzw. Institute hervor.

Kärnten setze auf Exportorientierung mit den südosteuropäischen Nachbarn, hier werden in Kooperation mit landeseigenen Einrichtungen (wie Hypo und Kelag) Exportbüros errichtet. Die Kärntner Wirtschaftskammer sollte diese Süd-Strategie durch entsprechend höhere Wirtschaftsförderungen und Bürokratieabbau im eigenen Haus unterstützen, sagte Haider. Vom 25 Mio.-Budget der Kärntner Wirtschaffskammer seien nur 1,2 Mio, für die Wirtschaftsförderung vorgesehen, kritisierte Haider.

LHStv. Pfeifenberger unterstrich die Sinnhaftigkeit der IT-Ausrichtung und sagte, dass auch der Tourismus ein wichtiger regionalpolitischer Motor sei. Durch die Gewerbeförderung werde die Modernisierung der mittelständischen Wirtschaft sowie Kooperationen forciert. Künftig soll die Wirtschaftsförderung des Landes verstärkt auf Forschung, Entwicklung und Innovationen (neue Produkte usw.) ausgerichtet werden. Eine eigene Forschungsförderungsgesellschaft werde aufgebaut. Erwähnt wurde, dass in Kärnten insgesamt von Land und Betrieben 230 Mio. Euro in die High-Tech-Entwicklung und Förderung geflossen seien, der öffentliche Anteil bewegt sich bei 22 Prozent. Hinzu kommen würden noch Summen von zahlreichen und vielfältigsten Bildungsinvestitionen.

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