SPÖ-Woller: "Wien steht am Beginn einer großen Reform der Theaterlandschaft!"

Wien (SPW-K) - "Theater spielen in Wien eine bedeutende Rolle", sagte heute SPÖ-Kultursprecher, Gemeinderat Ernst Woller in der Debatte zur Verlängerung der Verträge für mehrere Theater im Wiener Gemeinderat. "Das merkt man an dem hohen Anteil des Kulturbudgets für den Bereich darstellende Kunst und auch an den oft emotionalen Diskussionen, die über dieses Thema in Wien geführt werden!" ****

Keine Stadt der Welt habe ein derart vielfältiges Theaterangebot wie Wien, so Woller weiter. "Deshalb war es uns zur Sicherung dieser Vielfalt und Qualität sehr wichtig, dieses Angebot mit der Studie zu den Freien Theatern einer genauen Analyse zu unterziehen." Die Stadt habe damit den Weg zu einer großen Reform der Wiener Theaterlandschaft beschritten. Es sei wichtig, die finanziellen Mittel - die bereits auf einem sehr hohen Niveau seien noch gezielter einzusetzen. "Denn eine Politik der fortschreitenden Budgeterweiterung ist auf Dauer finanziell nicht möglich und auch kulturpolitisch wenig sinnvoll."

Das System der "Gießkanne" solle nun in Richtung "weniger, aber besser" verändert werden, so der Kultursprecher. "Es geht darüber, Produktionen besser auszustatten und auch Kooperationen zu fördern." Die Studie sehe dafür einen genauen Zeitplan - bis zum Simmer 2005 -vor. "Im Herbst wollen wir dazu im Wiener Gemeinderat auch ein Grundsatzstatement beschließen."

Die vorliegenden Anträge zur Verlängerung der Verträge für das Volkstheater, das Schauspielhaus, die Kammeroper und das Theater der Jugend stünden in keinem Widerspruch zur Studie über die Freien Theater: "Es geht um künstlerische Kontinuität. Das Schauspielhaus ist auch eine Ausnahme, weil es das erste Modell eines Konzepttheaters ist."

Woller wies auch den FPÖ-Vorwurf nach parteipolitischem Einfluss auf Theater zurück: "Es gibt kein einziges Beispiel für eine parteipolitische Einflussnahme auf ein Wiener Theaterprogramm. Die Freiheit, dass unabhängige Intendanten gesellschaftspolitische Themen aufgreifen und kritisch beleuchten, muss und wird es weiterhin geben - auch wenn es der FPÖ nicht passt!" (Schluss)

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