Stoisits: Besorgt und empört über Beginn Liquidierung IKG - Gehrer schaut zu

Erstmals in Westeuropa muss Jüdische Gemeinde Arbeit einschränken

OTS (Wien) - Sehr besorgt und empört zeigt sich heute die Menschenrechtssprecherin der Grünen, Terezija Stoisits, über jene Maßnahmen, zu denen sich die Israelitische Kultusgemeinde gezwungen sieht. "Jetzt droht genau das einzutreten, wovor viele, viele gewarnt haben: Erstmals nach dem zweiten Weltkrieg müssen in Westeuropa Jüdische Gemeinden ihre Arbeit einschränken, weil die Finanzierung nicht gesichert ist", erklärt Stoisits.

Stoisits verweist insbesondere darauf, dass nach all den positiven Entwicklungen wie beispielsweise beim Nationalfonds, beim Entschädigungsfonds und beim Zwangsarbeiterfonds, derartige Einschnitte bei der IKG außergewöhnlich alarmierend seien. "Ich appelliere nochmals an die Bundesregierung, allen voran an die zuständige BMin Gehrer, der IKG beizustehen. Hier verlieren Menschen einen Arbeitsplatz, deren Arbeit dringend notwendig und unverzichtbar ist."

Die Einschränkungen der IKG werden praktisch nicht im Sozialbereich, jedoch sehr wohl im Bereich des religiösen Lebens vorgenommen. Das heißt für Stoisits, dass die Kultusgemeinde hier so verantwortlich wie nur irgend möglich handelt.
"Es ist sowohl ethisch als auch politisch untragbar, dass RegierungspolitikerInnen hier zuschauen, wie die kleine jüdische Gemeinde beschnitten und beschränkt wird", so Stoisits, und abschließend an die ressortzuständige BMin Gehrer: "Wie können sie den Beginn der Liquidierung der IKG verantworten?"

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