Kräuter: Rechtfertigungsversuche Grassers immer kurioser

Finanzminister behauptet plötzlich, offizielle Ministerreise privat bezahlt zu haben

Wien (SK) Neuerlich "schwer verstrickt im Dickicht der Unglaubwürdigkeit" hat sich laut SPÖ-Rechnungshofsprecher Günther Kräuter Finanzminister Karl-Heinz Grasser in seinen diversen Interviews. So behauptet Grasser im "Standard", er hätte seine Dienstreise als Minister nach Monte Carlo mit Ausnahme von 580 Euro Flugkostenanteil privat bezahlt. Noch vor einem Jahr habe Grasser jedoch klar und unmissverständlich die Einladung durch den Industriellen Peter König bestätigt, sagte Kräuter. ****

Den "unbeholfenen Rechtfertigungsversuchen" von Grasser stellt der SPÖ-Rechnungshofsprecher die eigenen Abgaben des Finanzministers aus einer parlamentarischen Anfragebeantwortung gegenüber: "In der schriftliche Anfrage der Bundesräte Karl Boden und Kollegen (Nr 1981/J-BR/2002 vom 23. Juli 2002), wurde angefragt, ob die gegenständliche Reise auf Einladung von MAGNA-Vorstandsvorsitzenden Siegfried Wolf erfolgte, und wenn nein, von wem der Finanzminister nach Monaco eingeladen wurde. Der Minister selbst antwortet unter 1792/AB-BR wörtlich, dass er am 23. Mai 2002 in seiner Funktion als Finanzminister auf Einladung von Honorarkonsul Mag. Peter König eine Reise in das Fürstentum Monaco unternommen hat."

Wenn der Minister nunmehr angebe, der Industrielle Peter König habe lediglich das offizielle Treffen organisiert und ein Mittagessen bezahlt, alles andere habe er, Grasser, selbst bezahlt, so müsste der Finanzminister die Kosten einer offiziellen Dienstreise selbst getragen haben. Kräuter abschließend: "Sorry, Herr Minister, das nimmt ihnen kein Mensch in Österreich mehr ab!" (Schluss) wf/mp

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