Kinderfreunde: Schulschluss muss nicht Schulstress bedeuten

Wien (SK) Die letzten Schulwochen sind für viele SchülerInnen und Eltern eine stressige Zeit. Noten- und Leistungsdruck und die Angst, den letzten Prüfungsanforderungen und dem Erwartungsdenken der Eltern nicht gerecht zu werden, prägen oftmals das Familienklima kurz vor den Ferien. ****

Die Statistiken zeigen auf, dass in Österreich rund 20 - 25 Prozent der 10 - 14-Jährigen Nachhilfe brauchen, um den Anforderungen der Pflichtschule überhaupt gerecht zu werden, 5000 SchülerInnen pro Jahr verlassen die Schule ohne positiven Abschluss. Zehntausende SchülerInnen bangen jedes Jahr, ob sie das Schuljahr positiv abschließen.

Eltern und auch immer mehr SchülerInnen stellen sich zurecht die Frage, ob Lernen mit soviel Stress und Leistungsdruck verbunden sein muss. "Die aktuellen Entwicklungen zeigen, dass Stundenkürzungen ohne vorhergehende grundlegende Reformen und unüberlegte Ferienkürzungen sicher nicht die richtige Antwort darauf sein können. SchülerInnen brauchen Entlastung, die jedoch durch die alleinige Kürzung von Schulstunden nicht gegeben ist. Dazu bedarf es umfassendere Veränderungen unseres Schulsystems. Kinder brauchen kleine Klassen, in denen sie individuell und gemäß ihren Begabungen gefördert werden, motivierte LehrerInnen, die schülerInnenzentrierte und innovative Unterrichtsmethoden einsetzen und ein Überdenken unseres Notensystems und damit unseres eindimensionalen Beurteilungssystems, das aus Kindern Gewinner und Verlierer macht", unterstreicht SPÖ-Abgeordnete Beate Schasching, Schulsprecherin der Österreichischen Kinderfreunde am Mittwoch gegenüber dem SPÖ-Pressedienst.

Für Eltern mit Kindern, die den Leistungsanforderungen nicht gerecht werden können, sei es wichtig, die Kinder nicht nur auf die Rolle des Schülers/der Schülerin zu reduzieren, "sondern den ganzen Menschen zu sehen und gemeinsam zu überlegen, welche Unterstützung der junge Mensch im Moment und langfristig braucht".

"Wir Kinderfreunde als Eltern- und Familienlobby setzen uns für eine Schule als kindgerechten Lern- und Lebensraum ein, in dem die Lernmotivation erhalten und nicht zerstört wird. Lernen soll für Kinder positiv besetzt sein und braucht Motivation; dafür tragen wir als Eltern, ErzieherInnen und LehrerInnen die Verantwortung. Wir als Kinderfreunde wollen eine Schule, die Leistung positiv erlebbar macht und nicht zu Angst und Stress führt", so Schasching abschließend. (Schluss) ml/mp

Nähere Infos: Mag. Martina Gmeiner, emal:
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