ÖAMTC fordert noch heuer zweite Tunnelröhren

Stausensoren müssen österreichweit Standard werden

Wien (ÖAMTC-Presse) - Anlässlich des Auftaktes der Aktion "Schlau gegen Stau" äußert ÖAMTC-Verkehrsexperte Willy Matzke Anerkennung für die Kooperationsbereitschaft aller zur Bewältigung des wahrscheinlich staureichsten Sommers seit Jahren. Der ÖAMTC wird alle gemeldeten Staupunkte auf seiner Homepage unter http://www.oeamtc.at/ auflisten und alle fünf Minuten aktualisieren.

Nachdem die ersten und größten Staus mit stundenlangen Wartezeiten in brütender Hitze vor den noch immer einröhrigen Tauern- und Katschbergtunnel in der jüngsten Vergangenheit aufgetreten sind, mahnt der Club einen Baubeginn für die zweiten Röhren noch im heurigen Jahr ein. Nach dem Brandunglück am 29. Mai 1999 hatten sich alle Spitzenpolitiker darauf eingeschworen. Die ÖSAG hat ein baureifes Konzept vorgelegt. Zusätzlich zu den zweiten Röhren werden entlang der Tauern Autobahn umfangreiche Lärmschutzmaßnahmen errichtet. Budgetierte Kosten: 200 Millionen Euro. Das Ministerium für Verkehr, Innovation und Technologie hat schon vor längerer Zeit klargestellt, dass die Auflagen zur Umweltprüfung erfüllt sind und die ASFINAG hat die Finanzierung sichergestellt. "Es ist einfach nicht zumutbar, dass, dass man hohe Maut bezahlen und stundenlang auf die Tunneldurchfahrt in der Hitze warten muss. Ähnliches gilt auch für den Pfändertunnel", sagt Matzke.

Der ÖAMTC-Verkehrsexperte geizt auf der anderen Seite nicht mit Lob. Erstens ist die Großbaustelle auf der A1, der West-Autobahn, bei Mondsee vor Ferienbeginn beendet worden und eine weitere Baustelle am Voralpenkreuz wird für die Rückfahrt aus den Ferien ebenfalls fertig sein. In beiden Baustellen ist wegen zu geringer Fahrbahnbreite ein Vorbeifahren an Lkw oder Bussen nicht möglich gewesen. Zweitens bewertet Matzke die beschleunigte Verkürzung anderer Baustellen positiv. Alle, mit Ausnahme jener auf der A2, der Süd-Autobahn Höhe Wörthersee sind immer mehrspurig mit Mittelsicherung angelegt. Werden Tempolimits und Abstände eingehalten, gibt es keine Unfälle.

Um Staus rascher als bisher erkennen zu können, fordert der ÖAMTC Stausensoren im gesamten hochrangigen Straßennetz, weiters müssen vollautomatische Verkehrszeichen vor den Staus warnen und ein rechtzeitiges Abfahren von der Autobahn ermöglichen. Solch eine Anlage wird am morgigen Donnerstagabend mit dem dann neueröffneten Umfahrungstunnel Spital im Zuge der S6, der Semmering Schnellstraße, in Betrieb genommen.

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ÖAMTC-Öffentlichkeitsarbeit/Sabine Fichtinger

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