Wiener Grüne/Ringler: Lackmustest für den Reformwillen der MA7

Antrag der Grünen im heutigen Gemeinderat zur Umsetzung der Theaterstudie.

Wien (Grüne) - Als "Lackmustest für den wahren Reformwillen von Kulturstadtrat Andreas Mailath-Pokorny" bezeichnet die Kultursprecherin der Wiener Grünen, Marie Ringler, den Umgang der SPÖ mit einem von ihr im heutigen Gemeinderat eingebrachten Beschlussantrag. Den Ausgangspunkt bildet die Sorge Ringlers, dass die Intentionen der erst kürzlich präsentierten Studie zur Neustrukturierung der Theaterförderung in Wien noch vor Beginn ihrer Umsetzung unterlaufen werden. "Wie soll die Reorganisation der Theaterförderung bis 2005 seriös ablaufen, wenn heute für einige Bühnen Förderverträge bis 2007 beschlossen werden. Auf den mit diesen Bühnen jetzt vereinbarten Leistungsvertrag hat die neue Theaterkommission keinen Einfluss, ihre Einbeziehung in ein Gesamtkonzept wird damit verunmöglicht", meint Ringler und betont, dass "die Ablehnung dieser Mehrjahresverträge durch die Grünen in keiner Weise eine Ablehnung der künstlerischen Arbeit der einzelnen Häuser darstellt. Aber wenn die Theaterlandschaft in Wien verändert werden soll, dann müssen die Regeln für alle gelten".

Um bei der Umsetzung der Studie derartig widersprüchliche Vorgangsweisen zu verhindern, sowie ein transparentes Verfahren zu gewährleisten, fordert Ringler, die Ernennung eines "change managers": Dieser soll das Anforderungsprofil sowie die Bestellungsmodalitäten für die Theaterkommission vorbereiten, Subventionsvergaben auf ihre Kompatibilität mit der Studie überprüfen und dem Kulturausschuss regelmäßig Bericht erstatten. "Jede professionelle Firma bestimmt die für Umstrukturierungsmaßnahmen verantwortlichen MitarbeiterInnen und sorgt für transparente Abläufe im Unternehmen - denn ohne Information der Beteiligten werden große Reformen nie umgesetzt werden können", schließt Ringler.

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