Marek: Betroffene Jugendliche nicht unnötig verunsichern

Bei Ausbildung behinderter Jugendlicher ist parteipolitische Polemik hintanzustellen

Wien, 23. Juni 2003 (ÖVP-PK) Die Vorwürfe von SPÖ-Bildungssprecher Erwin Niederwieser, von Regierungsseite werde integrative Berufsausbildung boykottiert, wies heute, Montag, die ÖVP-Abgeordnete Christine Marek klar zurück. "Künftig wird es sogar zwei verschiedene Modelle für eine Berufsausbildung von Jugendlichen mit körperlicher oder geistiger Behinderung geben", sagte Marek, die Niederwieser dazu aufforderte, sich besser zu informieren, bevor er das neue Berufsausbildungsgesetz des Arbeitsministeriums undifferenziert und falsch kritisiere und man damit die Betroffenen "unnötigerweise verunsichert". ****

"Die SPÖ verlangt eine Möglichkeit zur integrativen Lehrlingsausbildung für Jugendliche mit Handicaps", so Marek. "Nun, wo eine ebensolche endlich vorgeschlagen ist, ist es so auch nicht recht." Einzig mögliche Erklärung sei, dass die SPÖ hier wieder einmal rein parteipolitisch agiere, anstatt die Interessen der Betroffenen im Auge zu behalten. Gerade in Bezug auf die Ausbildung behinderter Jugendlicher sei parteipolitische Polemik allerdings hintanzustellen.

"Einerseits sieht die Novelle des Berufsausbildungsgesetzes die Möglichkeit der Verlängerung der Lehrzeit vor", erläuterte die ÖVP-Abgeordnete. Da hier die Erlernung eines vollen Lehrberufes das Ziel sei, müssten diese Jugendlichen selbstverständlich auch die Berufsschule besuchen.

Andererseits sehe die Novelle die Möglichkeit einer Teillehre vor. "Auch für diese Jugendlichen besteht das Recht des Berufsschulbesuches, sofern dies in den Ausbildungszielen zwischen den Vertragspartnern und Berufsbildungsassistenz festgelegt wurde", so Marek.

"Damit ist sichergestellt, dass die pädagogischen Maßnahmen individuell auf jene Fertigkeiten abgestimmt werden, die der Jugendliche für seine Teilqualifikation benötigt - zum Beispiel bestimmte Fächer - und die seinen persönlichen Bedürfnissen und Fähigkeiten entsprechen", erklärte die ÖVP-Abgeordnete. Es sei sehr erfreulich, dass alle beteiligten Ressorts diese Berufsausbildungsinitiative anlässlich des Europäischen Jahrs der Menschen mit Behinderungen unterstützt hätten und das AMS entsprechende Mittel für die Betreuung der Jugendlichen bereitstellen wolle. "Es ist zu hoffen, dass auf diese Weise viele Betriebe den betroffenen Jugendlichen eine integrative Berufsausbildung ermöglichen", schloss Marek.

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