Groß-Sieghards nutze Chancen der ehemaligen Textilfachschule

Pröll: Niederösterreich möchte Erweiterungsgewinner Nr. 1 sein

Groß-Sieghards (OTS) - Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll stattete heute Samstag dem TBZ - Technologie- und Bildungszentrum in Groß-Sieghards (Bezirk Waidhofen a.d. Thaya) einen äußerst informativen Besuch ab. Dieses TBZ, im Gebäude einer früheren Textilfachschule gelegen, präsentierte sich heute der Öffentlichkeit bei einem "Tag der offenen Tür".

Als 1997 die Textilfachschule in Groß-Sieghards wegen des Mangels an SchülerInnen die Pforten schloss, mietete die Stadtgemeinde vom Land Niederösterreich das Gebäude, das sich heute in ihrem Eigentum befindet. Seither hat sich nicht nur die Aufschrift am Gebäude geändert: Das Gebäude ist als Technologie- und Bildungszentrum zu über 90% an zukunftsorientierte Unternehmen und an Bildungseinrichtungen vermietet. Aus einem dazugehörigen Internat wurde ein Restaurant und ein Beherbergungsbetrieb, der als "Ferienpension im Schlossgarten" mit 70 Betten und rund 7.000 Nächtigungen pro Jahr durchaus erfolgreich ist.

Träger der Aktivitäten im TBZ und in der ganzen Region rund um Groß-Sieghards ist der Verein "Kooperation @ Bildung KooB", der 1997 gegründet wurde. Der Verein, der nicht auf Gewinn ausgerichtet ist, bezweckt die Unterstützung von Personen, Unternehmen und Organisationen beim Aufbau von Kooperationsformen und Partnerschaften. Alle wichtigen Organisationen sind zudem in ein Beratungsnetzwerk eingebunden. Seit Anfang 2002 besteht auch eine Kooperation mit der RIZ-NÖ-Holding zur noch besseren Beratung und Unterstützung von Unternehmen. Im November 2002 startete als besonders interessantes Projekt das "Internationale Interkommunale Zentrum", das ein Beratungs- und Ausbildungsangebot für Gemeinden in den EU-Staaten und in den künftigen Beitrittsländern entwickelt.

Der heutige Tag sei die Gelegenheit dafür, einmal "Danke" zu sagen, meinte Groß-Sieghards Bürgermeister, Anton Koczur. Aus der Textilfachschule sei das Technologie- und Bildungszentrum geworden und man hätte mit dem Land Niederösterreich einen guten Partner gefunden. Gemeinsam habe man das Schicksal gemeistert, aus einer Textilarbeiterstadt mit 1.200 Arbeitsplätzen zu einer Kommune mit 23 Arbeitsstellen im Textilbereich zu werden. Aus einer Textilfachschule sei schließlich eine "regionale Denk-Fabrik" geworden, aus einer Textilstadt rege, kleine Firmen in Marktnischen.

"Alles im Leben sei einem Wandel unterworfen", sagte Pröll, "auch die Wirtschaftsstruktur, gerade in unserem Lande." Das Wirtschaftsgefüge sei nämlich ähnlich zu sehen, wie ein menschlicher Körper: Zellen sterben ab, neue Zellen wachsen heran. In der Politik müsste man zeitgerecht merken, was vorbei ist und was komme. Das Land Niederösterreich und die Gemeinde habe deshalb Abschied von einer überkommenen Wirtschaftsstruktur genommen und habe sich zu Neuem hinbewegt. Wenn das neue Europa mit nunmehr 25 Mitgliedsstaaten komme, müsse man sich bemühen, die Nase vorne zu habe, betonte Pröll. Unser Ergeiz bestehe nämlich darin, dass Niederösterreich eines Tages Erweiterungsgewinner Nr. 1 sein werde.

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