Bilaterale Wirtschaftsgespräche zwischen Österreich und Ungarn

Wien (BMWA/OTS) - Am 23. Juni 2003 finden in Budapest bilaterale Wirtschaftsgespräche zwischen Österreich und Ungarn statt. Die österreichische Delegation steht unter Leitung von Sektionschef Mag. Josef Mayer (Leiter des Centers "Außenwirtschaftspolitik und Europäische Integration" im Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit), die ungarische Delegation wird vom stellvertretenden Staatssekretär im ungarischen Außenministerium, Dr. István Major, geleitet.***

Im Mittelpunkt der Gespräche stehen der Stand, die Entwicklung und die Perspektiven der bilateralen Wirtschaftbeziehungen und eine Beseitigung noch bestehender Hindernisse und Probleme im bilateralen Warenverkehr. Hier werden vor allem Maßnahmen zur Beschleunigung der Grenzabfertigung im Straßengüterverkehr bis zum EU-Beitritt Ungarns diskutiert. Weiters stehen Fragen im Zusammenhang mit der EU-Mitgliedschaft Ungarns sowie ein Gedankenaustausch über aktuelle multilaterale Handelsfragen auf der Tagesordnung.

Nach einem - seit 7 Jahren erstmaligen - Rückgang der österreichischen Exporte nach Ungarn um -4,6 % im Jahre 2001 stiegen die österreichischen Ausfuhren im Jahr 2002 um 0,6% leicht an. Dadurch ist Ungarn auf dem 7. Rang in der Reihung der Exportmärkte (nach Deutschland, Italien, USA, Schweiz, Großbritannien und Frankreich). Österreich hält am ungarischen Markt einen Anteil von ca. 7% und ist damit Ungarns zweitwichtigster Handelspartner. Ungarn konnte seine Lieferungen nach Österreich - nach einem Rückgang im Vorjahr von -4,9% - im ersten Quartal dieses Jahres um 6,9% auf rd. 630 Millionen Euro erhöhen.

Besonders erfreulich ist aus der Sicht der österreichischen Wirtschaft die Tatsache, dass im vergangenen Jahr eine große Anzahl von kleineren und mittleren österreichischen Unternehmen den ungarischen Markt neu zu bearbeiten begonnen haben.
Die österreichischen Investitionen in Ungarn belaufen sich auf insgesamt rd. 2,5 Milliarden Euro. Damit kommen etwa 7% der ausländischen Direktinvestitionen aus Österreich.
Neben einer Reihe von Modernisierungsmaßnahmen in bestehenden Fabriken und Anlagen, insbesondere auf dem Baustoffsektor, wurden in letzter Zeit zahlreiche Niederlassungen von österreichischen Einzelhandelsketten, Banken und Baumärkten sowie neue Produktionsstätten bedeutender österreichischer Verpackungsmaterialhersteller auf der grünen Wiese errichtet.

Für die letzten Monate sind unter den österreichischen Investitionen vor allem die Aktivitäten der Immobilien-Entwickler hervorzuheben.
Der Finanzsektor ist schon spätestens seit der Wende ein bevorzugtes Zielgebiet österreichischer Investoren, so sind unter den 10 größten ungarischen Kommerzbanken zwei österreichische vertreten, unter den fünfzehn größten drei. Ähnliches gilt für den Leasing-, den Investitionsbank-, den Finanzberatungs- und den Börsenmaklersektor sowie für die Bausparkassen.

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