Personalausbildungsbedarf bei Altenpflege bis 2010: plus 1000 Diplomierte, plus 5500 Altenfachbetreuer

SP-Klubobmann Dr. Karl Frais: 18 Millionen Euro in den nächsten 7 Jahren für Ausbildung nötig=

Nach der Präsentation der Personalbedarfsplanung in der Altenpflege im Rahmen der heutigen Unterausschusssitzung steht für SP-Klubchef Frais fest, dass schon 2004 wesentlich mehr Mittel für Ausbildung im Altenpflegebereich zur Verfügung stehen müssen: "Bis 2010 müssen allein beim diplomierten Gesundheits- und Krankenpflegepersonal für den Altenpflegebereich mehr als 1000 zusätzliche Personen ausgebildet werden. Dazu kommt noch der Ausbildungsbedarf von zusätzlichen 5500 AltenfachbetreuerInnen. Aufgrund der hohen Teilzeitquote und der mit diesen Berufen verbundenen Fluktuation müssen für eine ‚echte 40-Stunden Kraft‘ zirka zweieinhalb Personen ausgebildet werden. Daraus resultiert auch der enorme Finanzbedarf von 18 Millionen Euro für die Ausbildung in den kommenden 7 Jahren. Deshalb muss Finanzreferent Pühringer schon bei den Budgetverhandlungen 2004 diesen Mehrbedarf berücksichtigen und entsprechende Mittel zur Verfügung stellen."

Bei den Berechnungen der Experten aus der Sozialabteilung von Landesrat Ackerl wurden neben der Erhebung des IST-Standes an Pflege-und Betreuungspersonal und einer Hochrechnung des künftigen Bedarfs bis 2010 auch die zusätzlich nötigen Ausbildungskapazitäten berücksichtigt. Landesrätin Stöger betonte: "Für den Gesundheits-und Sozialbereich ist die Gesamtsicht entscheidend. Bei den Ausbildungskapazitäten, die für den Krankenanstaltenbereich vorgesehen sind, wird der Großteil im Gesundheitssektor benötigt."

Landesrat Ackerl forderte eine Verbesserung der Ausbildungsrahmenbedingungen von Seiten des Bundes: "Es müssen attraktivere Rahmenbedingungen für Berufsumsteiger in den Alten- und Pflegebereich geschaffen werden. Derzeit ist eine Finanzierung des Lebensunterhalts beim Arbeitsmarktservice nur bei arbeitslosen Personen möglich."

Einig sind sich Stöger, Ackerl und Frais, dass jetzt gegengesteuert werden müsse, um einem "Pflegenotstand" in der Zukunft hintanzuhalten. Klubchef Frais stellte fest: "Es ist ein Qualitätsmerkmal der SPÖ OÖ und der zuständigen Landesräte Ackerl und Stöger, dass man diese Fragen vorausschauend stellt und so zukünftige Engpässe in der Pflege vermeidet." Fest stehe auch – so Gemeindereferent Ackerl –, dass bei den kommenden Finanzausgleichsverhandlungen diese zusätzliche Herausforderung für die in der Altenpflege zuständigen Gemeinden berücksichtigt werden müsse.

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