FP-Herzog: Die Feststellungen der tschechischen Regierung zur Frage der Sudetendeutschen ist zu begrüßen!

Es kann nur ein erster Schritt auf dem Weg zu Gerechtigkeit für die Vertriebenen sein.

Wien, 20-06-2003 (fpd) - Als positives Signal der tschechischen Seite bezeichnete heute der Vertriebenensprecher der Wiener Freiheitlichen, Stadtrat Johann Herzog die Aussagen von Ministerpräsidenten Vladimir Spidla zum Komplex der Vertreibung der Sudetendeutschen aus der damaligen Tschechoslowakei.

Es sei erfreulich, dass endlich Bewegung in dieser die Menschenrechte und die Qualität eines zivilisierten Staates betreffenden Streitfrage tschechischerseits gekommen sei. Es werde aber sicher noch ein langer Weg sein, bis die grauenhaften Menschheitsverbrechen von 1945 bis 1948 von der tschechischen Bevölkerung auch als solche zur Kenntnis genommen werden.

Ziel der gemeinsamen Vorgehensweise muß das Aufarbeiten der historischen Vorgänge sein. Als unverrückbarer Eckpunkt muß aber am Ende dieses Weges die Aufhebung der inkriminierenden Teile Benesch-Dekrete stehen und es sei wohl auch notwendig, dass sich die tschechische Seite über Schritte in vermögensrechtlicher Hinsicht den Kopf zerbricht. Daher kann die jetzige Erklärung, entgegen der Meinung des SP-EU-Abgeordneten Svoboda, sicher nur der Beginn, nicht aber der Endpunkt dieser Entwicklung sein. (Schluß) jen

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