Fuhrmann: Junge wollen und werden keine Bittsteller sein!

"Fair-Play"-Forderungen nicht nur in Wahlkampfzeiten

Wien, 20. Juni 2003 (ÖVP-PD) Die jungen Vertreter der ÖVP stünden zur Pensionssicherungsreform und vor allem zur Harmonisierung der Pensionssysteme, sagte heute, Freitag, die Bundesobfrau der Jungen ÖVP Abg. z. NR Silvia Fuhrmann bei einer Pressekonferenz in Wien. "Wir Jungen wollen und werden nicht die Bittsteller für eine Leistung sein, die wir bereits heute für die Allgemeinheit erbringen", so Fuhrmann. ****

Auch bekenne man sich zu einem einheitlichen Pensionskonto, das alle Leistungen dokumentiere und zudem sicherstelle, dass nichts der bereits erbrachten Leistungen verloren gehe. "Wir stehen zum Pensionskonto, weil Transparenz notwendig ist und jegliche Privilegien endlich abgebaut werden müssen", sagte die Obfrau der JVP. Fuhrmann forderte darüber hinaus eine Jugendverträglichkeits-prüfung bei der Harmonisierung der Systeme, die durch eine starke Einbindung der Jungen erfolgen solle. Weiters müsse die Harmonisierung auf verschiedene Dienstverhältnisse, wie etwa die häufigsten Formen wie freie Dienstverträge oder Werkverträge, Rücksicht nehmen. "Durch eine Harmonisierung fallen dann auch Reibungsverluste durch ein Wechseln zwischen den Systemen weg", bestätigte Fuhrmann.

Aber es gehe bei der Generationengerechtigkeit nicht nur um die Finanzierung und Sicherung der Pensionen, sondern um viele weitere Forderungen, deren Notwendigkeit von Seiten der Jungen bekräftigt werde. "Wir fordern eine Umverteilung der Lebensverdienstkurve", so Fuhrmann weiter. Dies bedeute ein höheres Einstiegsgehalt, da gerade junge Menschen bei ihrem Berufseinstieg erhöhte Kosten zum Beispiel bei der Wohnraumschaffung hätten.

Darüber hinaus stellte Fuhrmann fest, dass eine aktive Arbeitsmarktpolitik für ältere Arbeitnehmer als wichtiger Punkt der Pensionssicherung zu begrüßen sei, aber dass dies nicht zu Lasten der Jüngeren gehen dürfe. "Bei der Arbeitsmarktpolitik erheben wir auch die Forderung, dass der öffentliche Dienst für gute, junge Leute offengehalten wird und dass sich der Bund zu einer natürlichen Personalentwicklung bekennt", so die Obfrau der Jungen ÖVP.

Abschließend stellte Fuhrmann auch die Forderung an die Universitäten, ihren Beitrag zur Pensionssicherung zu leisten, denn "ein schlechtes Angebot im Sinne der Bürokratie oder ein Nicht-Anbieten von genügend Lehrveranstaltungsplätzen führt dazu, dass der Beginn des Erwerbslebens hinausgezögert wird." Eine faire Ausbildung für junge Menschen müsse gesichert bleiben.

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