125 Jahre HTBL Ferlach: Schule mit Tradition und Innovation

LH Haider: Eigenprofilierung ist große Chance der HTBL - Neue Möglichkeiten eröffnet der südosteuropäische Raum

Klagenfurt (LPD) - Kärnten ist stolz auf seine Höhere Technische Bundeslehranstalt (HTBL) Ferlach, die in einzigartiger Weise Tradition und Zukunft verbindet. Heute feierte die HTBL Ferlach ihr 125-Jahr-Jubiläum mit einem großen Festakt unter zahlreicher Teilnahme von Lehrern, Schülern, Absolventen, Ehrengästen und Vertretern des öffentlichen Lebens.

Landeshauptmann Jörg Haider hob das Engagement dieser Schule und ihre Neuausrichtung hervor, die zeitlich mit der wirtschaftlichen Krise der Region wie dem Niedergang der Kestag zusammenhing bzw. damals begonnen hatte. Die HTBL habe sich selbst geholfen und eine zukunftsträchtige Neupositionierung mit ganz eigener Profilierung zuletzt mit der neuen Fachrichtung Industriedesign geschafft, anerkannte der Landeshauptmann die Vorreiterrolle. Das Zusammenwirken von Wirtschaft und Bildung sei besonders wichtig. Die bildungspolitische Weichenstellung sei beispielsweise für den Industriellen Glock wesentlich gewesen, als er vor der Entscheidung stand, Ferlach zum Produktionsstandort zu machen.

Die Schule genießt internationale Anziehungskraft, Schüler aus zahlreichen Ländern finden nur hier das Angebot, das sie suchen, dankte Haider dem Lehrerteam mit Leiter Peter Seiler an der Spitze. Die Schule habe auch künftig als Partner der Industrie eine große Chance, denn der südosteuropäische Raum werde zunehmend interessant. Es gelte die Möglichkeiten, aufbauend auf optimaler Ausbildung, zu nutzen. Das Land werde jedensfalls weiterhin die HTBL Ferlach unterstützen.

Gratulationsworte sprachen auch Landesrat Reinhart Rohr, LAbg. Robert Lutschounig (in Vertretung von LR Georg Wurmitzer), Ferlachs Bürgermeister Ingo Appe, Landesschulratspräsident Heiner Zechmann und Peter Schüller (vom Bildungsministerium). Der Schule sei es gelungen, sich den modernen Anforderungen erfolgreich zu stellen. Sie war und ist ein Unikat in der Bildungslandschaft, sie hatte 1878 als k.u.k. Fachschule für Gewehrindustrie begonnen. Direktor Seiler sagte, dass die Schule sich dazu verpflichtet habe, Wissen und Werthaltungen zu vermitteln.

Umweltreferent LR Rohr gratulierte ebenfalls zur einmaligen Innovationskraft der Schule und wies auf den Kärntner Wasserkrug hin, der in Ferlach designt worden ist. Inzwischen seien bereits 4000 solcher Wasserkrüge als Imageträger des sauberen Kärntner Trinkwassers verkauft worden. 2000 weitere seien bestellt worden, ergänzte Rohr.

Die HTBL Ferlach bietet Fertigungstechnik, Industriedesign und Waffentechnik, sowie (in Fachschulen) Büchsenmacher, Fertigungstechnik, Gold- und Silberschmiede und Graveure an. Den heutigen Festakt umrahmten örtliche Jagdhornbläser und ein Bläserquartett. Diözesanbischof Alois Schwarz und Superintendent Manfred Sauer hielten eine ökumenische Feier.

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