FP-Madejski: Die Ostregion braucht 6. und 7. Donaubrücke!

S 1-Variante östlich von Groß Enzersdorf und später notwendige 2. Südumfahrung könnten sich in Fischamend treffen

Wien, 20.06.03 (fpd) - Die derzeitige Diskussion rund um die Trassenführung der S 1 (Wiener Nordostumfahrung) und eine 6. Donauquerung greife zu kurz, machte heute der Planungs- und Verkehrssprecher der Wiener Freiheitlichen LAbg. Dr. Herbert Madejski aufmerksam. Die Ostregion benötige bis zum Jahr 2015 in jedem Falle sowohl eine 7. Donauquerung als auch eine 2. Südumfahrung, um die prognostizierten Verkehrszuwächse bewältigen zu können.

Im nächsten Jahrzehnt werde, bedingt auch durch die EU-Erweiterung, der PKW-Verkehr in der Ostregion um 40 Prozent, das LKW-Aufkommen gar um 70 Prozent zunehmen. Daher werde trotz der derzeitigen Ausbaumaßnahmen auf der A 2 im Bereich Guntramsdorf und dem Bau der Südumfahrung spätestens im Jahr 2015 die Situation wieder genauso prekär sein wie derzeit, machte Madejski aufmerksam.

Die Notwendigkeit einer 2. Südumfahrung der Bundeshauptstadt von der A 2 bei Traiskirchen zur A 4 bei Fischamend, wie sie der anerkannte Verkehrsplaner DI Oismüller und auch das Land Niederösterreich festgestellt haben, sollte auch von der Wiener Stadtplanung endlich akzeptiert werden. Die 6. Donauquerung im Bereich der Ölhafens und der umweltfreundliche Ausbau der Raffineriestraße bleiben davon unberührt eine unbedingte Notwendigkeit, so Madejski.

Zur A 4 bei Fischamend sollte auch die S 1 geführt werden, die von der SPÖ derzeit missbräuchlich als reine Erschließungsstraße für das alte Asperner Flugfeld und den Osten Donaustadts geplant wird. Damit solle offenbar der Kardinalfehler von Stadtplanung und Siedlungspolitik in Wien ausgebügelt werden, der dem überproportionalen Bevölkerungswachstum des 22. Bezirks eine unangepasste Verkehrspolitik gegenüberstellte.

Die Oismüller-Variante der S 1 hätte nicht nur den Vorteil, dass im Gegensatz zur "Durchfahrungs"-Variante der SPÖ nicht die Bevölkerung unter die Räder käme, sondern auch der Schutz des Nationalparks "Donau-Auen" im höchsten Maße gesichert wäre. An der Stelle der geplanten 7. Donauquerung ist der Nationalpark quasi mit der Breite der Donau ident, erklärte Madejski.

All diese Gesichtspunkte werde er im Rahmen der Debatte zum Wiener Rechnungsabschluss in der nächsten Woche auch thematisieren. Bei einer Nordostumfahrungs-Variante, die der Ostregion im gesamten wenig bringe, eine reine Aufschließungsstraße für Donaustadt auf Kosten des Bundes darstellen würde und von der betroffenen Bevölkerung mit Vehemenz bekämpft wird, könne sich die Stadt Wien des massiven Widerstandes der Freiheitlichen sicher sein, betonte Madejski abschließend. (Schluß)am

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