Kräuter will Ladung von Stronach, Wolf und Fritz vor Untersuchungsausschuss

Sowohl Geldverschwendung Grassers als auch mögliche ÖIAG-Verschleuderung an Magna im Visier

Wien (SK) Neben der Verschwendungsorgie des Finanzministers soll laut SPÖ-Rechnungshofsprecher Günther Kräuter im "Kleinen Untersuchungsausschuss" auch der Frage nachgegangen werden, welche Pläne Magna-Boss Frank Stronach und dessen Statthalter Siegfried Wolf, der auch im ÖIAG-Aufsichtsrat sitze, in Zusammenhang mit der möglichen "ÖIAG-Verschleuderung" verfolgen. In der Sitzung des Ausschusses am 11. Juli werde Kräuter deshalb die Ladung von Stronach und Wolf beantragen, kündigte er Freitag gegenüber dem SPÖ-Pressedienst an. ****

"Bei den Verflechtungen des Finanzministers mit seinem ehemaligen Arbeitgeber Magna besteht der dringende Verdacht der klassischen Unvereinbarkeit. Wolf, Top-Manager des mehr als interessierten Kaufanwärters Magna, sitzt gleichzeitig im Entscheidungsgremium des Verkäufers ÖIAG", so Kräuter. In Zusammenhang mit der Finanzierung der Privathomepage des Finanzministers, dem zweiten hochbrisanten Untersuchungsfall des Ausschusses, sei die Ladung des bis dato bekannten Finanziers Industriellenvereinigung in Person des Generalsekretärs Lorenz Fritz unumgänglich. Wie Kräuter bereits gestern bekannt gab, müsse auch Grassers Kabinettschef Winkler in der Juli-Sitzung des Untersuchungsausschusses bzgl. der Machenschaften des "Vereines zur Förderung der New Economy" Rede und Antwort stehen.

Den immer lauter werdenden Gerüchten, wonach Magna im Begriff sei, die voestalpine AG kaufen zu wollen, müsse umgehend nachgegangen werden, erklärte der SPÖ-Abgeordnete abschließend. Für ihn sei klar, dass die engen Verflechtungen zwischen Finanzministerium, ÖIAG-Aufsichtsrat und Magna "zulasten der ÖIAG" gingen. (Schluss) se/mm

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