Biomedizin und zwei weitere Studiengänge gefährdet

Stv. Vorstandsvorsitzender des Fachhochschul-Trägervereins Dr. Karl Frais: Nachhaltige Strategie benötigt=

SP-Klubchef Frais konkretisiert die aufgrund von Ministerin Gehrers innovationsfeindlicher Bildungspolitik gefährdeten Fachochschul-Studiengänge: "Schon im September 2002 wurden beim Fachhochschulrat die Kurzanträge für den Studiengang Biomedizin und zwei wirtschaftliche Studien eingereicht. Auch Landesrat Fill hat in den gemeinsamen Fachhochschul-Pressekonferenzen die Planung für diese zusätzlichen Studien voll mitgetragen. Diese Studiengänge mit Zukunft dürfen nicht durch Gehrers Sparkurs gefährdet werden. Vor allem die Bemühungen für mehr Technikerausbildung gilt es zu intensivieren, statt kurzsichtig aus dem Titel ‚Konsolidierung‘ die Studienplätze zu verringern." Zu Strugls Vorwurf der "Wahlkampfrhetorik" erwidert Frais lediglich: "Der ÖVP-Landesgeschäftsführer ist offensichtlich mit dem oberösterreichischen Fachhochschulwesen wenig vertraut – so sind auch die vom ihm angekündigten 70 Millionen Euro Investitionen derzeit nur im Umfang von 30 Millionen über einen dreijährigen Zeitraum sicher."

Der geplante Startbeginn für den Studiengang Biomedizin und die beiden Wirtschaftsstudien wäre das Studienjahr 2004/05, informiert Frais. "Derzeit sind jedoch keinerlei Budgetmittel dafür vorgesehen – weshalb mein dringender Appell an Landesrat Fill und Finanzreferent Pühringer lautet, sich beim Bund für die nötigen Gelder einzusetzen. Jetzt allenfalls zum Teil Studienplätze im technischen Bereich wegen kurzfristiger Minderauslastung zu streichen, wäre mit Sicherheit der falsche Weg. Im Gegenteil, wir brauchen weiterhin mehr Techniker und Technikerinnen," ist Frais sicher.

Maßnahmen zum Auffüllen der noch offenen Technikerplätze seien – so Frais – dringend nötig, denn wie jüngste Statistiken zeigen, hinke Österreich bei den Technikerzahlen nicht nur im europäischen Vergleich, sondern auch bei den Kandidatenländern hinterher. "Unsere Bemühungen müssen auch Frauen und den Nutzern des dualen Ausbildungswegs gelten."

Frais, der seit Beginn des Fachhochschulträgervereins dort als stellvertretender Vorstandsvorsitzender tätig ist, betont: "Die Fachhochschulen sind für Oberösterreich zu wichtig, um sie als Wahlkampfthema zu missbrauchen. Das sollte sich der mit der Fachhochschulmaterie wenig vertraute Strugl zu Herzen nehmen, wenn er anderen Vorwürfe macht, während er selbst die wahren Zahlen und Summen nicht kennt. Nicht Parteisekretär Strugl ist zur Wortmeldung gefordert, sondern Landeshauptmann Pühringer und Landesrat Fill müssen beim Bund gegen den Förderungsstopp konsequent auftreten."

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