OeNB - Die öst.Zahlungsbilanz im Zeitraum Jän. bis April 2003

auf Basis von Zahlungsströmen; "Cash-Basis"

Wien (OTS) -

  • Leistungsbilanzüberschuss beträgt nahezu 1,4 Mrd. Euro
  • Erträge aus ausländischen Wertpapieren nehmen zu
  • Grenzüberschreitende Wertpapiertransaktionen deutlich reduziert

Die österreichische Leistungsbilanz auf Basis von Zahlungsströmen verzeichnete im Zeitraum Jänner bis April 2003 einen Überschuss von 1,38 Mrd. Euro (Jänner bis April 2002:
0,61 Mrd. Euro).

Der positive Saldo der Waren- und Dienstleistungszahlungen verringerte sich gegenüber dem Vergleichszeitraum
(2,24 Mrd. Euro) auf 2,21 Mrd. Euro. Hauptverantwortlich für
dieses Ergebnis war ein Rückgang der Reiseverkehrseinnahmen um
10 %, der gegenüber den ersten vier Monaten 2002 zu einem geringeren Überschuss in der Reiseverkehrsbilanz
(2,28 Mrd. Euro), der wichtigsten Komponente der
Dienstleistungen, führte.

Die Einkommensbilanz schloss in der Berichtsperiode mit
-0,57 Mrd. Euro (Jänner-April 2002: -0,71 Mrd. Euro). Vor allem Einkommen aus Portfolioinvestitionen (+0,45 Mrd. Euro) aber auch Erträge aus Direktinvestitionen (+0,12 Mrd. Euro) trugen zu
dieser Ergebnisverbesserung bei, während sich die Teilbilanz
der Einkommen aus kurzfristigen Veranlagungen des Bankensystems
um -0,44 Mrd. Euro passivierte. Erwerbseinkommen stagnierten auf
dem Niveau der Vergleichsperiode.

Der Saldo der Laufenden Transfers, der im Vergleichszeitraum
2002 noch -0,93 Mrd. Euro betragen hatte, reduzierte sich auf
-0,25 Mrd. Euro. Die Bilanz der Vermögensübertragungen schloss
mit -0,11 Mrd. Euro (Jänner - April 2002: -0,15 Mrd. Euro).

Die Kapitalbilanz wies im Berichtszeitraum
Nettokapitalzuflüsse im Bereich Portfolioinvestitionen sowie Nettokapitalabflüsse in den Bereichen Direktinvestitionen und Sonstige Investitionen auf.

Der Bereich der Portfolioinvestitionen verzeichnete sowohl
aktiv- als auch passivseitig deutliche Rückgänge:
Österreichische Anleger investierten mit 7,58 Mrd. Euro um 46 % weniger als im Vergleichszeitraum 2002. Ebenso reduzierten sich
die Veranlagungen ausländischer Investoren in österreichische Wertpapiere auf 8,55 Mrd. Euro (-45 %). Per Saldo ergaben sich Kapitalzuflüsse in Höhe von 0,97 Mrd. Euro. Langfristige festverzinsliche Wertpapiere waren weiterhin die dominierende Veranlagungsform.

Mit einem Volumen von 1,43 Mrd. Euro ließen österreichische Direktinvestitionen im Ausland gegenüber dem Vergleichszeitraum (1,79 Mrd. Euro) einen Rückgang beobachten. Ausländische Direktinvestitionen in Österreich lagen hingegen mit
0,77 Mrd. Euro über dem Wert der Vergleichsperiode
(0,31 Mrd. Euro).

Die Teilbilanz der Sonstigen Investitionen, die hauptsächlich durch das kurzfristige Kredit- und Einlagengeschäft des Bankensystems bestimmt wird, wies mit -1,20 Mrd. Euro etwas geringere Kapitalabflüsse auf als im Vergleichszeitraum 2002
(-1,82 Mrd. Euro).

Die offiziellen Währungsreserven verzeichneten eine transaktionsbedingte Abnahme in Höhe von 0,85 Mrd. Euro.

Leistungsbilanz .................... 0,14 0,45 0,61 1,38

1) Zunahme: -; Abnahme:+.
Rundungen können Rechnungsdifferenzen ergeben

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