Vizekanzler Haupt bewertet Prag-Erklärung zum EU-Referendum als ersten positiven Schritt in Richtung Gerechtigkeit für Sudetendeutsche

Wien (VK/BMSG/OTS) - Als ersten positiven und moralisch
wichtigen Schritt in Richtung Gerechtigkeit für die sudetendeutsche Minderheit in Tschechien wertete heute Vizekanzler und Sozialminister Mag. Herbert Haupt die Erklärung der tschechischen Regierung zum EU-Referendum. ****

In diesem wird die Vertreibung der Sudetendeutschen nach dem Zweiten Weltkrieg als "aus der heutigen Sicht unannehmbar" bezeichnet. Auch wenn in dieser Erklärung die Begriffe "Vertreibung" und "Verfolgung" nicht ausdrücklich auftauchten, so sei doch ganz klar ersichtlich, dass hierbei die Frage der Sudetendeutschen und Ihrer Vertreibung gemeint sei. Nach den bereits erfolgten Erklärungen auf Präsidentenebene von Vaclav Havel und Vaclav Klaus sei es laut Haupt als ebenfalls positiv zu werten, dass der Senator aus der mitregierenden rechtsliberalen Freiheitsunion Jan Ruml gemeint hatte, dass diese Erklärung eine Geste sein sollte, um ein bestimmtes Entgegenkommen zum Dialog über die Vergangenheit zu zeigen.

Haupt dazu wörtlich: "In dieser Frage ist ohnehin schon sehr viel Porzellan zerschlagen worden. Ich freue mich daher sehr über dieses erste vorsichtige Signal seitens der tschechischen Regierung". Es gehe nun darum, auf konstruktive Weise, diesen eingeschlagenen Weg weiterzugehen. "Dieses erste positive Signal lässt mich auf weitere hoffen", erklärte der Vizekanzler abschließend. (Schluss) bxf

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