Hunderte freiwillige Rotkreuz-Helfer bei der Übung "Ciconia Ciconia 2003" vom 20-23. Juni

Wien (Rotes Kreuz) - Rund 250 Katastrophenhelferinnen und -Helfer des Österreichischen Roten Kreuzes (ÖRK) treffen einander am heutigen 20. Juni 2003 im nördlichen Burgenland. "Ciconia Ciconia" bezeichnet den, im Übungsgebiet - dem burgenländischen Seewinkel -weit
verbreiteten weißen Storch.

"Die Übung dient der Überprüfung unserer Sondereinheiten – vor allem im Bereich der Zusammenarbeit bei der Bewältigung von außergewöhnlichen Ereignissen", sagt Manfred Raggautz, der Bundesrettungskommandant des Österreichischen Roten Kreuzes. Die dreitägige Übung umfasst unter anderem Trinkwasser-Aufbereitung, Bergung Verschütteter, die Bewältigung eines Großunfalls, die Errichtung eines autarken Feldspitales inklusive kompletter Versorgung mit Strom, Wasser, Verpflegung und Herstellung von Kommunikationsverbindungen.

"Unsere Spezialisten kommen aus allen Bundesländern – und Österreich hat sich weltweit mit seinen Rotkreuz-Helfern einen großartigen Namen gemacht. Allein die Einsätze des letzten Jahres zeigen, wie gut ausgebildeten Helfer in den verschiedensten Spezialteams dringend gebraucht wurden. So auch der Einsatz tausender freiwilliger Rotkreuz-Mitarbeiter bei der Hochwasserkatastrophe in Österreich, oder die Hundestaffeln beim Erdbeben in Algerien", erklärt Raggautz weiter. Auch die derzeitige Koordinatorin der internationalen Rotkreuz-Hilfe für den Irak ist eine Österreichische Rotkreuz-Mitarbeiterin.

Doch auch die Helfer brauchen Hilfe: "Die bereits nach der Hochwasserkatastrophe geforderte Katastrophenkarenz ist für unsere freiwilligen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter dringend notwendig – es würde wohl kein von einer Katastrophe Betroffener einsehen, dass ihm nicht geholfen werden kann, nur weil der freiwillige Katastrophenhelfer seinen Urlaub für das heurige Jahr schon verbraucht hat, und vom Arbeitgeber nicht freibekommt", erklärt der Rotkreuz-Kommandant. Nach dem Hochwasser im Sommer des vergangenen Jahres sei von vielen Seiten eine Unterstützung dieses Rotkreuz-Anliegens signalisiert worden. Eine weitere Forderung der Helfer:
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